Fassungslos beobachten Narbonnes Untergebene den beruflichen Höhenflug des Heuchlers, der wie ein gefräßiger Parasit von den Mühen anderer Leute Arbeit lebt. Je höher Selicour die Karriereleiter hinaufsteigt, umso tiefer fallen seine Konkurrenten. Warnungen des pflichtbewussten Beamten La Roche vor dem cleveren Taugenichts werden in den Wind geschlagen. Der Minister geht sogar so weit, ihn für den begehrten Gesandtschaftsposten vorzuschlagen. Höhepunkt des falschen Spiels ist Selicours Plan, sich durch die Heirat mit Narbonnes Tochter in dessen Familie einzunisten.
Schillers Komödie ist eine höchst aktuelle Parabel über die Kunst zu lügen, über Mobbing, Freundschaft und Liebe.
Weitere Vorstellungen am 11., 13. und 27. Januar.
"Der Parasit" von Friedrich Schiller im Staatstheater Mainz
28.12.2006
Ein Lustspiel nach Louis Benoît Picard,
Premiere am 6. Januar um 19.30 Uhr im Kleinen Haus.
Ränkespiele in den Büros eines Pariser Ministeriums: Der ungebildete Selicour hat sich die Gunst des Ministers Narbonne und seiner Familie erschlichen.

