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Staatstheater Cottbus: DER GROSSE GATSBY - Ein musikalischer Abend nach dem Roman von F. Scott Fitzgerald - In einer Bühnenfassung von Philipp Rosendahl

Premiere am Samstag, 7. Januar 2023, 19.30 Uhr, Theaterscheune

02.01.2023

New York 1922. Die großen, ausufernden Partys auf dem Anwesen von Jay Gatsby sind legendär. Glanz, Schönheit und die ekstatische Sehnsucht nach Glück vereinen die Menschen bei Tanz und Champagner. Gatsby hat gelernt, alles zu sein, was die Welt von ihm zu sein verlangt, doch der Preis für seine Inszenierung ist hoch.

© Portrait F. Scott Fitzgerald

Sein künstliches Paradies soll seine verlorene Liebe beeindrucken, aber bald wird sein Traum zum Trugbild – und Gatsby muss feststellen, dass sich die wahren Träume nicht mit Geld erfüllen lassen. DER GROSSE GATSBY gilt als Sinnbild des gescheiterten „American Dream“.

Francis Scott Fitzgerald entwirft darin eine Welt der Glücksversprechen und unendlichen Möglichkeiten, konfrontiert seinen Protagonisten jedoch mit existenziellen Fragen, die mit seinem gekauften Glück einhergehen. Er zeichnet das Bild einer Gesellschaft, die sich maßlose Ideale zum Vorbild nimmt und schließlich mit grenzenloser Leere konfrontiert wird. Weitergetanzt wird selbstverständlich dennoch oder gerade deshalb.

Co-Schauspieldirektor und Hausregisseur Philipp Rosendahl zeigt – nach „Romeo und Julia“ – mit dem musikalischen Abend DER GROSSE GATSBY seine zweite Cottbuser Inszenierung. Dabei dient der gleichnamige Roman von F. Scott Fitzgerald über die Ambivalenz der schillernden 1920er-Jahre als Stichwortgeber, um über die Leere des Geldes, das Zerplatzen großer Träume sowie von in Ruhm und Partys ertränkten Ängsten zu erzählen. Die aktuell bestehende Faszination für die „Goldenen Zwanziger“ spiegelt sich dabei auch in der Inszenierung wider. Es geht um die zeitlose Sehnsucht nach durchtanzten Nächten, klirrenden Gläsern und kollektivem Rausch sowie die Suche nach wahrhaftigem Glück, Freude und Schönheit in Zeiten, die zwar beängstigend unsicher, aber dadurch auch reizvoll beweglich zu sein scheinen.

In Rosendahls Fassung wird die Sprache der Protagonist*innen mit poetischem Material ergänzt. Durch Gedichte aus der Feder des zeitgenössischen Lyrikers Ocean Vuong, aber auch von Rosendahl selbst, wird der Stoff um die Ebene der unaussprechlichen Sehnsüchte und unterbewussten Begierden und Ängste erweitert. Die poetische, ambivalente und artifizielle Sprache bereichert dabei Fitzgeralds pragmatische Alltagssprache, die er seinen von satter Langeweile strotzenden Figuren in den Mund legte.

Regie     
Philipp Rosendahl
Musikalische Leitung/Musik     Thorsten Drücker
Bühne/Kostüm     Philipp Basener
Dramaturgie     
Franziska Benack
Regieassistenz     Lisa Muchow
    
Nick     
Markus Paul
Zelda     
Torben Appel
Gatsby     
Kai Börner
Daisy     
Ariadne Pabst
Jordan     
Sophie Bock
Tom     
Amadeus Gollner
Wilson     
Thomas Harms
Myrtle     
Sigrun Fischer

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