Im Angesicht des „auf dem Felde der Ehre“ gefallenen Freundes durchbricht Genet die politischen und gesellschaftlichen Denkmuster. Der umstrittene Autor lotet die Dimensionen seiner Liebe und seines Schmerzes aus, die im Kontext des allgegenwärtigen Kriegsgrauens stehen. Das Buch sei „eine begierige Suche nach den Halunken, die Decarnin verachtete“. Auf herausfordernde wie verstörende Weise führt uns Genet zu den Mördern dieser Zeit und ihrer Menschlichkeit.
Es spielen: Paul Behren, Josef Ostendorf
Regie: Max Pross
Bühne: Mara-Madeleine Pieler
Kostüme: Clarissa Freiberg
Musik: Raphaela Andrade
Mitarbeit Bühne und Musik: Jacopo Asam
Dramaturgie: Finnja Denkewitz
24/
11/So 19.30 Rangfoyer
27/
11/Mi 21.00 Rangfoyer
08/
12/So 20.30 Rangfoyer
09/
12/Mo 19.30 Rangfoyer
16/
12/Mo 20.00 Rangfoyer
17/
12/Di 20.00 Rangfoyer
"Das Totenfest" - Theatrale Installation unter Verwendung von Auszügen aus dem Roman »Das Totenfest« von Jean Genet - Deutsches Schauspielhaus Hamburg
Premiere 22/11/2019, 21.30, RangFoyer
18.11.2019
Genet widmet seinem verstorbenen Liebhaber Jean Decarnin ein literarisches Totenfest. Decarnin war Teil des Widerstandes gegen die deutschen Besatzer und wurde während der Befreiung von Paris tödlich verwundet. Der Roman, von Kritiker*innen auch als „Gesang an den Faschismus“ bezeichnet, schafft ein faszinierendes, poetisches Phantasiegebilde, in dem sich zahlreiche Handlungsstränge ineinander verweben.

