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Bühnen Bern: Peter Handkes frühes Sprechstück Kaspar

Premiere am 25. September 2021 in der Vidmar 1

21.09.2021
Kategorien: Schweiz, News, Schauspiel

Wie wird man eigentlich ein Mensch? Keiner geringeren Frage als dieser geht der mit dem österreichischen Nestroy-Preis als bester Nachwuchsregisseur ausgezeichnete Mathias Spaan in Peter Handkes frühem Sprechstück Kaspar nach. Verloren, fremd und mit nur einem Satz – «Ich möchte ein solcher werden wie einmal ein andrer gewesen ist» – betritt Kaspar die

Bühne. Langsam bewegt er sich durch eine Art Raummuseum, probiert die sich darin befindlichen Objekte aus, lernt, wie man sich in den unterschiedlichen Räumen, zu anderen Menschen verhält, lernt zu sprechen.

© Annette Boutellier

Handkes Spielmodell zeigt auf, wie unser Bild von der Welt und unser Verhalten geprägt ist durch Sprache, Erziehung und gesellschaftliche Konventionen, und ermöglicht zugleich eine Reflexion darüber, was der Mensch alles erlernen muss. Heute, wenn wir mit der Erfahrung einer weltweiten Pandemie im Bewusstsein langsam den öffentlichen Raum zurückerobern, stellt sich diese Frage in ganz neuem Licht.

mit Claudius Körber (als Kaspar). Genet Zegay und Vieth Anh Alexander Tran stehen gemeinsam mit dem
langjährigen Ensemblemitglied Stéphane Maeder erstmals in Bern auf der Bühne

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Herausgeber des Beitrags: theaterkompass.de

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