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"Bob Dylan … Like a rolling stone" im Theater Oberhausen

05.05.2006

Ein musikalisch-literarisches Road Movie, Premiere 12.05.2006 um 19.30 Uhr im Großen Haus.

Der Mann ist eine lebende Legende. Schon mehrmals totgesagt, noch öfter wieder¬geboren aus seinen eigenen musikalischen Wurzeln. Ein Unangepasster, der – bei¬nahe widerwillig - zum Weltstar wurde. Viele von uns sind mit seinen Songs und seiner unverwechselbaren Stimme im Ohr aufgewachsen, andere haben ihn auf Umwegen, über die zahllosen Interpreten seiner Lieder, kennen gelernt. Nun ist er 65 geworden, und lebendiger denn je.

Wir wollen jetzt Bob Dylan auf die Bühne holen, nicht den Mann, aber seinen Spirit, mit vielen kleinen Szenen, ganz viel Atmosphäre und einer Menge von Songs. Und das Publikum ist mitten drin.

How does it feel?

How does it feel

To be without a home

Like a complete unknown

Like a rolling stone?

“Hast du schon von der neuen Bob-Dylan-Platte gehört?“

„Es gibt eine neue Bob-Dylan-Platte?“

„Ja. Sie heißt >Like a Rolling Stone<. Unglaublich, was? Wie ein Rolling Stone. Als wollte er bei den Rolling Stones einsteigen. Als sei er ein Rolling Stone.“

„Und wie klingt die Scheibe?“

„Keine Ahnung. Sie ist noch nicht rausgekommen. Ich hab’ nur davon gelesen.“

„Du willst mich verarschen, oder?“

Zwei Fans 1965

„Was mich an Dylans Songs völlig verblüfft, ist, wie sie Bilder heraufbeschwören, ganze Szenen, die sich beim Hören in Technicolor abspielen. Dylan ist Sofortfilme¬macher. Wahrscheinlich sehen wir nicht alle beim selben Song dieselben Szenen in derselben Weise, trotzdem wüsste ich zu gern, ob auch für andere allein aus >A Simple Twist of Fate< derselbe kleine verregnete grüne Park und die Bank und gelbe Licht und dasselbe Paar entstehen. Derselbe Strand bei >Sara<, dieselbe Bar bei >Hurricane<, dieselbe Blockhütte bei >Hollis Brown<, dasselbe Fenster bei >It Ain’t Me<, derselbe Tisch und derselbe Aschenbecher bei >Hattie Carroll<, dasselbe Tal bei >One More Cup of Coffee<. Wie werden Bilder zu Wörtern? Wie werden Wörter zu Bildern? Und wie bringen sie einen dazu, zu empfinden?

Sam Shepard

Inszenierung und Arrangements: Otto Beatus

Bühne: Nina Hoppmann

Kostüme: Gordana Rosic

Es spielen: Franziska Weber; Jan Kämmerer, Aljoscha Langel, Jeff Zach

Die Band: Otto Beatus, Thomas Block, Peter Engelhardt

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Herausgeber des Beitrags: theaterkompass.de

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