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Bielefeld: MISS SARA SAMPSON von Gotthold Ephraim Lessing

05.01.2008

PREMIERE 12.01., 19:30 Uhr, Theater am Alten Markt

1755 schreibt der 26-jährige Gotthold E. Lessing innerhalb von sechs Wochen in einem Gartenhaus in Potsdam das erste bürgerliche Trauerspiel überhaupt: Miss Sara Sampson.

Lessing hat ein Ziel: Er will Tränen fließen lassen. Schauplatz des Geschehens ist ein heruntergekommener Gasthof an der Landesgrenze, in der Provinz. Es sollte eigentlich nur ein Zwischenstopp sein auf der Flucht von Sara und Mellefont in die große Freiheit. Abenteuer und Liebe hieß beider gigantischer Plan. Gesehen, verliebt, geflohen – mit dem Ziel einer schnellen Heirat im Ausland. Und nun der Zwischenhalt. Seit 9½ Wochen sitzen die beiden wie angegossen in der Provinz, mittel- und entscheidungslos und fast schon wieder entliebt.

Das große Abenteuer schmeckt schal in dieser ausweglosen Situation. Die Vorstellung vom Glück ist das Eine, die Realität aber leider etwas ganz anderes. Das Vergangene lässt sich nicht so einfach abschütteln, ausmerzen; es fordert seinen Tribut und verfolgt das traurige Pärchen bis in ihr Versteck. Es naht: Saras Vater. Er will sie zurückhaben und ihr verzeihen. Ebenso Mellefonts ehemalige Geliebte Marwood. Beide erheben Ansprüche und üben einen nicht zu verachtenden Druck auf das Pärchen aus.

Inszenierung Katka Schroth Bühne und Kostüme Thilo Reuther Dramaturgie Claudia Lowin

Mit

Miss Sara Sandra Gerling

Sir William Sampson Harald Gieche

Marwood Carmen Priego

Der Gastwirt Sebastian Reck

Mellefont John Wesley Zielmann

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Herausgeber des Beitrags: theaterkompass.de

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