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ANTIGONE von Jean Anouilh/ Sophokles im Staatstheater Mainz

Premiere am 18. März 2011, 19.30 Uhr, Kleines Haus.

Im Streit um Theben haben sich die Brüder Eteokles und Polyneikes, Söhne des Ödipus, gegenseitig erschlagen. Als Sieger dieses Bruderkrieges geht Kreon hervor, er ist der neue König.

Mit seiner ersten Anordnung, den ihm verhassten Vaterlandsverräter Polyneikes nicht zu begraben, sondern ihn vor den Mauern der Stadt den Vögeln zum Fraß vorzuwerfen, setzt er sich über die alten Gebote der Götter hinweg, die eine Bestattung aller Toten vorschreiben. Dagegen bekommt der ihm verbundene, treue Eteokles ein prunkvolles Begräbnis. Wer gegen Kreons Weisungen handelt, dem droht der Tod.

Einzig Antigone, die Schwester der Toten, begehrt auf. Sie kämpft um ein würdiges Begräbnis für Polyneikes und stellt sich gegen den machtbesessenen König. Mutig, kompromisslos und leidenschaftlich fordert sie Menschlichkeit vor Staatsräson.

„Antigone” gehört zu den ältesten und bedeutendsten Theatertexten. Es ist ein Stück über Zivilcourage, Widerspruch gegen die Mächtigen, aber auch ein Stück über das Aufeinanderprallen von kompromisslosem Individualismus und gesellschaftlichen Ordnungsprinzipien.

Inszenierung Philip Tiedemann

Bühne und Kostüme Stephan von Wedel

Musik Henrik Kairies

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