Es geht um nichts Geringeres als das dunkle Herz der Globalisierung. Geschichten von Rassismus, Ausbeutung und Mord sowie eine politische Auseinandersetzung hinsichtlich des Wohlstands schwirren durch diesen Text, angereichert durch eine groteske literaturwissenschaftliche Detektivarbeit. „2666“ begeistert durch eine teils surreale, dann wieder poetische Sprache.
Mit der Inszenierung der jungen Regisseurin Claudia Bossard kommt nun eine originelle Fassung eines eigentlich unspielbaren Textes – raffiniert gekürzt – auf die Theaterbühne und setzt ein literarisches Meisterwerk assoziativ und sinnlich-intelligent in Szene.
Mit Mona Kloos, Béla Milan Uhrlau, Christian Klischat und Anabel Möbius
Regie Claudia Bossard
Bühne Daniel Wollenzin
Kostüme Alona Rudnev
Musik, Video und Hörspiel Annalena Fröhlich
Dramaturgie Maximilian Löwenstein
Regieassistenz und Abendspielleitung Kristin Bartylla
Kostümassistenz Nadine Smolka
Vorstellungen am 13. Oktober, 10., 16., 22. November
weitere Termine unter www.staatstheater-darmstadt.de
"2666" nach dem Roman von Roberto Bolaño am Staatstheater Darmstadt
Premiere am Sonntag, 07. Oktober 2018, 20.00 Uhr | Kammerspiele
1085 Seiten umfasst Roberto Bolaños Jahrhundertroman, der sowohl von einer physischen Reise als auch einer des Bewusstseins erzählt. Aus dem Park (in Europa) geht es nach Mexiko. Anhand der realen Frauenmordserie in Nordmexiko in Ciudad Juarez beschäftigt sich der chilenische Autor mit der „Oase des Grauens in einer Wüste der Langeweile“, um es mit den Worten Charles Baudelaires zu sagen, den Bolaño gleich zu Beginn zitiert.

