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Zwei Uraufführungen im Schauspiel Magdeburg

Premieren am 31.3. sowie 1.4.20923

Zwei Uraufführungen stehen am 31.3. sowie 1.4. auf dem Programm im Schauspielhaus Magdeburg.

Während sich die Performance "Sex und Kartoffeln" von Anna Kirstine Linke mit den sinnlichen Parallelen des Intimlebens und der klassischen "Sättigungsbeilage" spielt, entdeckt das Theater-Kollektiv "les dramaturx" die Karl Marx zugeschriebene Geschichte vom Pakt des Spielzeugmachers und Erfinders Hans Röckle und dem Teufel neu und fragt sich dabei, ob und wie märchenhaft der Kapitalismus ist und wie realistisch Märchen...

 

 

„Sex und Kartoffeln“, Performance von Anna Kirstine Linke und Ensemble │Uraufführung
Premiere: Fr., 31.3.23
ab 16 Jahren
19.30 Uhr, Schauspielhaus, K1
Über 100 Leute wurden gefragt: „Woran denkst du, wenn du an Sex denkst? Woran denkst du, wenn du an Kartoffeln denkst? Was aus deinem Sexualleben möchtest du gerne auf einer Bühne sehen?“  – Und jetzt haben wir den Salat.
Wie können wir die Geschichten von 100 Leuten in einem Theaterabend miteinander verbinden? Wenn Sex für manche Menschen Experimentierfeld sein soll und für andere vertraut, wenn das, was für manche Self-care ist, andere beschämt?
Das Sex-und-Kartoffel-Team gibt nicht auf. Es schmeißt sich für euch in Schale. Wenn‘s hart auf hart kommt, teilt es sich auf. Es verschwistert sich mit sich selbst und mit der Kartoffel, die, entwurzelt und geklaut, in Europa einst genauso verteufelt wurde wie Sex und Sexualitäten. Die Kartoffel weiß wie kein anderes Gemüse: was nach Beilage aussieht, hat’s in sich.
Sex und Kartoffeln ist ein kollektiver und persönlicher Abend von euch und uns und für uns alle – auf der Suche danach, was sein kann, wenn Sex kein Tabu mehr ist, sondern pleasure wird.
Premiere am Fr. 31.3.23,
→ Schauspielhaus, K 2
Regie Anna Kirstine Linke
Bühne, Kostüme Barbara Lenartz
Regieassistenz Pauline Vorberg
Ausstattungsassistenz Meike Kurella
Dramaturgie Berit Wilschnack
Künstlerische Vermittlung
Tillmann Staemmler

Von und mit
Luise Hart
Lorenz Krieger
Oktay Önder
Isabel Will

***

„Meister Röckle“, Ein Märchen nach Karl Marx │Von les dramaturx (Lynn Takeo Musiol, Christian Tschirner) │ Uraufführung
Premiere: Sa., 1.4.23
ab 15 Jahren
19.30 Uhr, Schauspielhaus, K1

1853: Marx arbeitet an Vorstudien zum Kapital. Abends erzählt er seinen Töchtern Jenny und Laura Episoden aus dem Märchen von Meister Hans Röckle und dem Teufel. Röckle ist ein Erfinder und Puppenspieler, der dem Teufel seine Seele überschreibt. Im Gegenzug erhält er Zauberkraft, um damit alles erfinden zu können, was er sich vorstellen kann. Röckle glaubt, den armen Bewohner: innen des Dorfes zu helfen. Leider muss er feststellen, dass von seinen Erfindungen nur wenige profitieren: Die Reichen werden reicher, die Armen ärmer. Frustriert schmeißt Röckle hin. Der Teufel triumphiert: Denn laut Vertrag darf Röckle niemals aufhören, Neues zu erfinden. Wie lässt sich der Teufel überlisten?, fragt sich Meister Röckle im Märchen und Karl Marx im Kapital.
Ein politisches Familienstück aus 9 ¾ Zauberei, ½ Politik und sechs Esslöffel Puppenspiel von les dramaturx.
Nach Bitter Fields ist es die zweite Arbeit von les dramaturx am Theater Magdeburg.

Premiere am Sa. 1.4.23,
→ Schauspielhaus, K 1

Regie les dramaturx
(Lynn Takeo Musiol, Christian Tschirner)
Bühne, Kostüme Annika Lu
Musik Michael Ruchter
Puppenbau Atif Mohammed Nour Hussein
Dramaturgie Bastian Lomsché
Künstlerische Vermittlung
Tillmann Staemmler

Pfarrer Mansur Ajang
Meister Röckle Iris Albrecht
Teufel Anton Andreew
Großmutter Julia Buchmann
Marx und/oder Engels und Arbeiter Nico Link
Arbeiter:in, les dramaturx Lynn Takeo Musiol
Marx und/oder Engels und Arbeiter Michael Ruchter
Arbeiter, les dramaturx Christian Tschirner

 

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