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»Yerma« nach Federico García Lorca.an der Schaubühne Berlin

Premiere Donnerstag, 27. Juli 2021, 20:00 Uhr

14.07.2021

Regisseur Simon Stone verlegt Lorcas Stück vom ländlichen Spanien in das Berlin der Gegenwart. Während Lorcas Yerma die Ehefrau eines Bauern ist und in einer Gesellschaft lebt, in der die Hauptaufgabeeiner Frau ist, Nachwuchs zur Welt zu bringen, ist Stones Yerma eine erfolgreiche Journalistin, die sich nie über die biologischen Funktionen ihres Körpers definiert hat. Mit dem Entschluss ein Kindbekommen zu wollen, nimmt dennoch eine Tragödie ihren Lauf. In den kommenden fünf Jahrenversucht Yerma, schwanger zu werden: immer ohne Erfolg.

© Thomas Aurin

Yermas Kinderwunsch belastet sowohldie Beziehung zu   ihrer Schwester, die keinerlei Probleme hat, schwanger zu   werden, aber an postnataler Depression leidet, als auch die zu ihrer Mutter, die selbst eigentlich nie Kinder haben wollte und Yermas Problem nicht ansatzweise nachvollziehen kann. In einer raschen Abfolge vonBildern und in Zeitsprüngen erzählt Simon Stone die Geschichte von Yerma, die mit jedem Jahr, dasvergeht, besessener wird von ihrem Kinderwunsch, der ihr  Denken schließlich vollends dominiert undaus ihrem einst glücklichen Leben eine Tragödie macht. Dieser filmische Erzählstil Stones findet seineEntsprechung im Bühnenbild von Lizzie Clachan, das nicht nur die schnellen Szenenwechselermöglicht, sondern auch dem Publikum durch seine bifrontale Gestaltung besondere Einblickegewährt.

Simon Stone, der bei FIND 2018 mit seiner Produktion »Ibsen Huis« zu   Gast war, arbeitet nun zumersten Mal mit dem Ensemble der Schaubühne. »Yerma « ist eine Neuinszenierung seiner gefeierten Produktion am Young Vic London. Als Yerma wird Caroline Peters, seit dieser SpielzeitEnsemblemitglied der Schaubühne, auf der Bühne stehen. Peters wechselte im  Herbst 2020 vomBurgtheater Wien an die Schaubühne. Dort arbeitete sie bereits 2017 mit Simon Stone in »HotelStrindberg« und »Medea« und außerdem 2018 in dessen Inszenierung »Eine griechische Trilogie«nach Aristophanes in Berlin zusammen. Die Rolle der Mutter Helen verkörpert Ilse Ritter, die an   derSchaubühne 1974 in Peter Steins Inszenierung »Sommergäste« und zuletzt in Falk Richters »NEVERFOREVER« 2014 zu   sehen war. In weiteren Rollen stehen die Ensemblemitglieder Christoph Gawenda, Carolin Haupt, Jenny König und Konrad Singer auf der Bühne.

Yerma
von Simon Stone
nach Federico García Lorca
Yerma............................................................................................. Caroline Peters
John................................................................................................. Christoph Gawenda
Mary................................................................................................ Jenny König
Victor.............................................................................................. Konrad Singer
Helen.............................................................................................. Ilse Ritter
Des.................................................................................................. Carolin Haupt

Regie .............................................................................................. Simon Stone
Bühne............................................................................................. Lizzie Clachan
Kostüme......................................................................................... Alice Babidge
Musik und Ton.............................................................................. Stefan Gregory
Licht................................................................................................ James Farncombe
Dramaturgie .................................................................................. Nils Haarmann
Eine Produktion des Young Vic Theatre London

Premiere
Donnerstag, 27. Juli, 20:00 Uhr
Weitere Vorstellungen
von 29.-31. Juli sowie 1., 3.- 8., und 10.-14. August

Informationen zu den Hygiene- und Schutzmaßnahmen finden Sie unter:
www.schaubuehne.de/de/seiten/corona-schutzkonzept.html

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Herausgeber des Beitrags: theaterkompass.de

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