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Volpone oder Stirbt der Fuchs, so gilt der Balg - Schauspiel Stuttgart

22.05.2010

Premiere: Samstag 29. Mai 2010, 19.30 Uhr, Schauspielhaus

Komödie von Soeren Voima nach Motiven von Ben Jonson

Geld ist Gott, bekennt Volpone gleich am Anfang unumwunden, und nur eines ist noch besser als Geld: die Lust, seine Mitmenschen übers Ohr zu hauen.

Der Volpone unserer Zeit hat sein Geld mit Discountmärkten gemacht, und nun, da er alt und kränklich geworden ist, lässt er sich in einer noblen katholischen Kurklinik "zutodepflegen". Am Zutodepflegen bereichert sich ihrerseits die Klinikchefin Frau Dr. Fliegel, die ihren Patienten Volpone scheinbar ganz selbstlos berät. Dieser empfindet ein ausgemachtes Vergnügen daran, die Spekulationen um seinen baldigen Tod anzuheizen und damit seine "Freunde" und potentiellen Erben in eine erbitterte Rivalität um seine Gunst zu schicken. Herr Geier, sein ehemaliger Personalchef, Herr Raabe, sein Anwalt und Herr Wolfowitz, sein Geschäftskonkurrent überbieten sich in kriecherischen und peinlichen Avancen, garniert mit fetten materiellen Geschenken. Frau Dr. Fliegel beobachtet und lenkt die Erbschleicher aus souveräner Distanz und muss am Ende nur die Hände aufhalten ...

Wer den Autor von "Herr Ritter von der traurigen Gestalt", "Eos" und "80 Tage, 80 Nächte" kennt, kann sich die lustvollen Seitenhiebe auf unsere geldgierige Zeit, aufs Gesundheitswesen, auf das Rechtssystem vorstellen, mit denen die "Volpone"-Adaption gespickt ist.

Kein anderer als Harald Schmidt wird sich der sarkastischen Rundumschläge des geldgeilen Protagonisten annehmen, und inszenieren wird der komödienerprobte Christian Brey.

Regie: Christian Brey; Bühne: Anette Hachmann, Elisa Limberg; Kostüme: Petra Bongard; Musik: Matthias Klein; Dramaturgie: Kekke Schmidt

Mit: Benjamin Grüter (Jonas Wolfowitz), Matthias Klein (Pfleger), Sarah Sophia Meyer (Grazyna Raabe), Florian von Manteuffel (Wilfried Raabe), Rainer Philippi (Peter Geier), Lutz Salzmann (Bernhard Wolfowitz), Harald Schmidt (Volpone), Minna Wündrich (Frau Dr. Fliegel)

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Herausgeber des Beitrags: theaterkompass.de

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