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VITA & VIRGINIA von Eileen Atkins im Renaissance-Theater Berlin

22.05.2007

Schauspiel nach Briefen und Tagebüchern von Virginia Woolf und Vita Sackville-West, Deutsch von Friederike Roth,

mit Nicole Heesters und Barbara Nüsse

Vorstellungen 30. und 31. Mai 2007, 20 Uhr.

1. und 2. Juni 2007, 20 Uhr, 3. Juni 2007, 18 Uhr.

Vita und Virginia - zwei ungleiche Frauen. Liebe auf den ersten Blick und bis zum Tod. Liebe über Entfernung sowie in der Nähe, Trennung, Eifersucht, Sehnsucht, Freundschaft. VITA & VIRGINIA - das Stück erzählt über die große Liebe der berühmten Schriftstellerinnen und zeichnet gleichzeitig faszinierende Portraits der beiden Frauen und ihrer Zeit.

Sie begegnen sich 1922. Virginia ist bereits vierzig Jahre alt und wurde schon von einigen Depressionen heimgesucht. Vita zehn Jahre jünger und strahlender Mittelpunkt der britischen Upperclass-Gesellschaft ist aus englischem Adel, verheiratet mit dem Diplomaten Harold Nicolson, Schriftstellerin, Reisende, Gesellschaftsdame, Gartenarchitektin und Mutter zweier Söhne. Vitas Neigung zu Frauen ist bekannt, Virginias Neigung zu Frauen unausgelebt. Zuerst begegnen sich die Frauen als Schriftstellerinnen (Vita wirbt Virginia für den PEN), dann entwickelt sich aus großem Interesse aneinander eine Liebesbeziehung, akzeptiert von beiden Ehemännern.

Virginia Woolf, geboren 1882, früh verwaist und in ihrer Kindheit von ihren Halbbrüdern missbraucht ist verheiratet mit dem Kolonialbeamten und Verlagsgründer Leonhard Woolf, der bald nach der Eheschließung aufgrund der immer wiederkehrenden Depressionen seiner Frau zu ihrem physischen und psychischen Betreuer wird. 1941 als Hitler England überfiel, brachten die Ängste Virginia an den Rand ihrer Kräfte und sie entschied sich für Selbstmord. Sie hinterließ zwei Abschiedsbriefe, einen an ihre Schwester Vanessa und einen an ihren Ehemann. Dieser endet mit den Sätzen: Alles, außer der Gewissheit deiner Güte, hat mich verlassen. Ich kann dein Leben nicht länger ruinieren. Ich glaube nicht, dass zwei Menschen glücklicher hätten sein können, als wir gewesen sind. Vita schreibt nach dem Tod der Freundin: "Ich glaube immer noch, ich hätte sie retten können, wenn ich nur dort gewesen wäre und gewusst hätte, in welche Geistesverfassung sie geriet."

Regie/ Kostüme Torsten Fischer

Bühnenbild Herbert Schäfer

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Herausgeber des Beitrags: theaterkompass.de

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