Farmer vernichten ihre Saat, Gerichte haben die Rechtssprechung outgesourced, sogar King Kong stapft schon durch Manhattan. Im Laufe dieser Zustandserhebung wird sein eigener Zustand immer bedenklicher. Diverse Stresssymptome lassen berechtigte Zweifel an seiner Zurechnungsfähigkeit aufkommen. Ist das noch der Untergang der Vereinigten Staaten von Amerika oder schon seine persönliche Identitätskrise? Oder steckt er gar mitten in Hollywoods Zweitverwertung von beidem?
Oliver Schmaering hat ein düster-heiteres Stück über den Zusammenbruch einer Supermacht, eines Superpolitikers, eines Blockbusters geschrieben, in dem der Mythos vom amerikanischen Traum, in Film-Klischees und Phrasen zersplittert, munter durch den Fleischwolf gedreht wird.
Meret Matter gründete zusammen mit Grazia Pergoletti und Renate Wünsch 1989 den Club 111, mit dem sie seitdem zu den festen Größen in der freien Schweizer Theaterszene gehört. In den letzten Jahren inszenierte sie u.a. am Schauspielhaus Zürich, am schauspielhannover und am Theater Freiburg.
Oliver Schmaering erhielt im Rahmen des JMR-Lenzpreises 2003 ein Schreibstipendium des Theaterhauses Jena. Sein »Seefahrerstück« wurde mit dem Förderpreis für neue Dramatik des tt Stückemarkts 2005 ausgezeichnet. Er hat drei Klassikerbearbeitungen geschrieben: »Nibelungen« für das Staatstheater Schwerin, eine »Coriolan«-Bearbeitung und für die Kleist-Festtage in Koproduktion mit dem neuen theater Halle »Hermanns Schlacht«. Zuletzt kam »Revolution« in Bremen zur Uraufführung.
Mit: Vera von Gunten, Saskia Taeger
Regie: Meret Matter
Bühne und Kostüme: Christoph Ernst
Musik: Jacob Suske
Dramaturgie: Christin Bahnert
nächsten Vorstellungen: 04.12. | 12.12. | 23.12., immer 20 Uhr

