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Uraufführung: Michael Obst, DIE ANDERE SEITE, Mainfranken Theater Würzburg

18.09.2010
Kategorien: Deutschland, News

Premiere 25. September 2010 | 19.30 Uhr | Großes Haus

Ein Mann – Zeichner von Beruf – wird von seinem Jugendfreund Patera eingeladen, in ein von diesem gegründetes Traumreich zu reisen.

Doch als der Zeichner und seine Frau dort ankommen, müssen sie erkennen, dass ihre neue Heimat etliche skurrile bis beunruhigende Überraschungen für sie bereithält. Die Frau zerbricht schließlich an den merkwürdigen Vorgängen in dem rätselhaften Land. Ihr Mann muss erkennen, dass auch Patera, der doch in diesem Reich herrscht, nicht helfen kann oder will. Der Zeichner wird schließlich Zeuge, wie das Traumland in einem apokalyptischen Strudel aus politischen Umwälzungen, Gier, grenzenlosem Exzess und sich Bahn brechender, archaischer Naturkräfte hinabgerissen wird.

"Die andere Seite" erzählt von einer Fahrt in ein merkwürdiges Reich zwischen den Realitäten. Schon bei Kubin scheint die Traumstadt ein in sich geschlossenes System zu sein, das nach ganz eigenen Regeln funktioniert. Und so greifen Regisseur Stephan Suschke und Bühnenbildner Momme Röhrbein für ihre Uraufführungsinszenierung auf die Metapher des Lebens im Hotel zurück. Man erlebt Menschen, die unterwegs sind, und nie wirklich ankommen; die sich in diesem Zwischenreich "Hotel" versuchen einzurichten, aber doch immer wieder durch die Verunsicherungen des Lebens an die Grenzen ihrer Existenz geführt werden.

„Die andere Seite“ gilt als ein Schlüsselwerk der fantastischen, modernen Literatur und hat mit ihren bizarren Szenarien maßgeblich auch einen Franz Kafka beeinflusst.

Michael Obst ist einer der führenden Vertreter elektronischer Musik. Auch in seiner Oper "Die andere Seite", zu der Intendant Hermann Schneider das Libretto verfasste, elektronische Klänge eine große Rolle spielen.

Libretto von Hermann Schneider nach dem fantastischen Roman von Alfred Kubin (1909)

Produktion im Rahmen des Endspiel-Projektes der Diözese Würzburg

Musikalische Leitung: Jonathan Seers

Inszenierung: Stephan Suschke

Bühne: Momme Röhrbein

Kostüme: Hella Bünte

Video: Christian Bohnerwitz

Choreografie: Anna Vita

Choreinstudierung: Markus Popp

Dramaturgie: Christoph Blitt

Zeichner: Dietrich Volle a.G.

Seine Frau: Silke Evers

Patera, auch: Giovanni Battista, ein Affe /

Passant / Ein Stubenmädchen: Denis Lakey a.G.

Verkäufer / Wirt: Johan F. Kirsten

Ein Kleiner Herr / Amtsperson: Nicholas Shannon

Friseur / Arzt: Joachim Goltz

Gast / Zoologe: Martin Platz a.G.

Melitta: Sonja Koppelhuber

Herkules Bell, ein Amerikaner: Christian Taubenheim

Schachspieler 1: Paul Henrik Schulte

Schachspieler 2: David Hieronimi

Stimme (Off voice): Christian Manuel Oliveira

Opernchor und Ballett des Mainfranken Theaters Würzburg

Philharmonisches Orchester Würzburg

Vorstellungen:

15.00 Uhr: 31.10.

19.30 Uhr: 25.09./ 10.10./ 24.10./ 05.11./ 12.11./ 10.12./ 21.12.

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