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Uraufführung: "Das Maschinengewehr Gottes", eine Kriminal-Burleske aus dem Messdienermilieu von Wenzel Storch, Theater Dortmund

Premiere 10. Dezember 2015, 20:00 Uhr, Schauspielhaus (Studio). -----

Nesselrode am Pluderbach. Ein verschlafenes Nest, in den späten sechziger Jahren. Lutz und Erika leben mit Egon, ihrem Oberministranten, mutterseelenallein in einem alten Pfarrhaus. Der Pfarrgarten ist verwildert und die Kirche nur noch ein trauriger Trümmerhaufen. Auf den Altarstufen wächst Moos, und wo früher die Orgel stand, sprießen heute wilde Erbsen.

Wie konnte es soweit kommen? Eine eiskalte Winternacht vor nicht allzu langer Zeit. Der Spielteufel verführt den leichtfertigen Kaplan Buffo – und dieser verliert all seine Schäfchen an einen Bauern. Am nächsten Sonntag knattert der Bauer mit seinem Trecker in die Kirche: Da können die Messdiener noch so jammern: Das Gotteshaus wird untergepflügt! Seitdem ist Kaplan Buffo spurlos verschwunden. Obwohl ihm die halbe Kurie und – so wird zumindest getuschelt – eine apostolische Todesschwadron auf den Fersen ist.

Damit wieder Leben in die Bude kommt, bestellen Lutz, Erika und Egon beim Christlichen Versandhandel einen neuen Priester. Es wird Frühling und man will so schnell wie möglich einen Gottesdienst steigen lassen. Die drei entscheiden sich für einen schmucken Pater im schlichten Gewand. Sein geheimnisvoller Name: Das Maschinengewehr Gottes.

Der bestellte Seelsorger entpuppt sich als wild um sich schießender Automat, der nach einem Amoklauf im Pfarrgarten lautstark explodiert. Im Inneren des zerplatzten Roboters entdecken die Messdiener eine alte Kassette: Hinter der ganzen Sache steckt augenscheinlich eine mysteriöse Ordensgemeinschaft aus Oberschlesien. Um der ominösen Angelegenheit auf den Grund zu gehen, beschließen die drei Hobby-Detektive, sich auf den Weg gen Osten zu machen. Brevier und Rosenkranz im Rucksack, begeben sie sich im frisch gestärkten Chorhemd hinein in die unbekannte Diaspora…. Kann es sein, dass hinter allem der leibhaftige Kaplan Buffo steckt?

Er ist zurück in Dortmund: der Erfinder der Pilgerreise in die wunderbare Welt der katholischen Anstandsliteratur „Komm in meinen Wigwam“ (2014), der Macher der Kultkinofilme „Der Glanz dieser Tage“, „Sommer der Liebe“ sowie „Die Reise ins Glück“ und Autor des Buches „Der Bulldozer Gottes“: WENZEL STORCH. Im Gepäck hat er seinen neusten Coup: DAS MASCHINENGEWEHR GOTTES - Eine Kriminal-Burleske mit Road-Trip.

Das Maschinengewehr Gottes ist ein Abstecher in die versunkene Welt der römisch-katholischen Abenteuerliteratur, wie sie bis in die 1970er Jahre in den Werken von Gerd Holm (Ministranten, Wald und bunte Zelte) oder Hermann Skolaster (Der Detektiv im Kloster) lebendig war.

Inszenierung: Wenzel Storch

Bühne und Kostüme: Pia Maria Mackert

Dramaturgie: Alexander Kerlin

Licht: Rolf Giese

Regieassistenz: Maximilian Steffan

Ausstattungsassistenz: Clara Hedwig

Inspizienz: Ralf Kubik, Klaus Kudert

Soufflage: Ginelle Lindemann

Regiehospitanz: Aylin Kreckel

Egon (Oberministrant), Herr Baldrian: Thorsten Bihegue

Erika (Messdiener): Finnka Loddenkämper

Lutz (Messdiener): Leon Müller

Das Maschinengewehr Gottes, Schankwirtin, Weihbischof, Bauer Hümpel, Bruder Stanislaus: Andreas Beck

Sprecher, Postbote, Schwester Britta: Ekkehard Freye

Klassenlehrer, Doktor Drammammapp, Kammerherr, Kaplan Buffo: Heinrich Fischer

Gemeindehelfer, Kuh: kainkollektiv

Schwester Adelheid: Julia Schubert

Schwester Mirabelle: Annette Struck (Dortmunder Sprechchor)

Mathilde von Rohr (Novizin): Birgit Rumpel (Dortmunder Sprechchor)

Hillary von Kleist: Sabine Kaspzyck (Dortmunder Sprechchor)

Patsy Brimmer : Regine Anacker (Dortmunder Sprechchor)

Flossier Brimmer: Solveig Erdmann (Dortmunder Sprechchor)

Schwester Walburga: Heike Lorenz (Dortmunder Sprechchor)

Schwester Edeltraut: Kathrin Osbelt (Dortmunder Sprechchor)

Schwester Astrid: Ulrike Wildt (Dortmunder Sprechchor)

Fr, 11. Dezember 2015

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