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UND SICHER IST MIT MIR DIE WELT VERSCHWUNDEN von Sibylle Berg - Maxim Gorki Theater Berlin

PREMIERE 24. Oktober 2020, 19.30 Uhr

17.10.2020

Ein*e Sprecher*in – »Ich bin in dem Alter, in dem sich Ärzte gegen meine Beatmung entscheiden, wenn auf der Nachbarliege ein aufstrebender Portfolio-Manager liegt.« – zieht schonungslos Bilanz ihres Lebens und dem einer ganzen Generation im Neoliberalismus. »Ich hatte erwartet, dass mir in Erwartung des Todes das Unterbewusste faszinierende Bilder meines gelungenen Lebens zeigt. Und dass ich sie nur verdrängt hätte, die einzigartigen Momente voller Erfüllung, Liebe und Exotik. Aber was sich da einstellt, kann nur als unterdurchschnittlich bezeichnet werden.

© Esra Rotthoff

Immobilien und Kühlschränke, triste Reisen und die Abwesenheit von Liebe.« Sibylle Berg, die optimistische Pessimistin, wie sie sich selbst bezeichnet, zeigt abermals ihre Brillanz. Ihr gelingt ein aufrüttelndes, wütendes und starkes Stück voller Sprachintelligenz, Haltung und Humor. »Hat uns – bitte schön – irgendjemand auf diese Kränkung vorbereitet? Dass wir plötzlich unwichtig werden? Unsichtbar, auch wenn wir uns an die Regeln halten? Die es für Frauen gibt.«

"Und sicher ist mit mir die Welt verschwunden", wieder in der Regie von Sebastian Nübling und choreografiert von Tabea Martin, ist der vierte und letzte Teil der Saga, die Sibylle Berg für das Maxim Gorki Theater geschrieben hat. Die Reise der vielstimmigen jungen Sprecher*in, die sie fulminant mit Es sagt mir nichts, das sogenannte Draußen begann und die sie auf der Suche nach dem Glück in einer unglücklichen Welt mit Und dann kam Mirna und Nach uns das All – Das innere Team kennt keine Pause begleitete, beendet sie scheinbar elegisch, mit einer polyphonen Sprecher*in. CUT. ACTION.

Regie Sebastian Nübling
Bühne Magda Willi
Kostüme Ursula Leuenberger
Musik Lars Wittershagen
Choreografie Tabea Martin Dramaturgie Valerie Göhring

Mit Anastasia Gubareva, Svenja Liesau, Vidina Popov, Katja Riemann

Nächste Vorstellungen:
25. Oktober / 26. Oktober / 31. Oktober um 19.30 Uhr

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Herausgeber des Beitrags: theaterkompass.de

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