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Theater Bonn: HAIR

Premiere: 11.09.2011, 18:00 Uhr, Opernhaus. -----

Auch der Broadway blieb vor der sexuellen Revolution nicht verschont. Als „The American Tribal Love-Rock Musical“ zog HAIR am 29. April 1968 triumphal vom New Yorker Off-Broadway an den Broadway – ein Skandal lag in der Luft.

Kaum ein anderes Musical gab in all seinen Konflikten seiner Zeit dermaßen Ausdruck wie die gefeierte Sensation HAIR in ihren elektronisch verstärkten Rockballaden, die von Drogenrausch und Rassendiskriminierung, freier Liebe und tabuisierten Sexualpraktiken, Vietnamkrieg und Umweltverschmutzung erzählen. Das Textbuch der beiden Schauspieler Gerome Ragni und James Rado thematisiert ein Lebensgefühl des friedlichen Protests und schockierte und lockte die entrüstet-begeisterten Schaulustigen durch seine Freizügigkeit und Direktheit.

Die rudimentäre Handlung setzt sich aus einer variablen Szenenabfolge zusammen: Der zur Armee eingezogene Claude soll zum Kampfeinsatz in Vietnam an die Front geschickt werden. In einer Gruppe von Hippies, die sich um den charismatischen Stimmführer Berger sammelt, verbringt er die letzten Stunden vor seinem Einsatz. Gemeinsam besingen sie eine Welt von Toleranz, Frieden und Gewaltlosigkeit und beschwören mit Blumen, Räucherstäbchen, Kerzen und Friedenspfeifen ein neues Zeitalter im Sternzeichen des Wassermanns. Der Kanadier Galt MacDermot, ehemals Organist und Kirchenmusiker, vertonte die Songtexte; längst haben Kulthits wie „Let the Sunshine In“ und „Hare Krishna“ ihren festen Platz in der Musikgeschichte eingenommen. HAIR bereicherte die Stilentwicklung des Musicals um das Rockidiom und hat bis heute nichts von seiner Anziehungskraft verloren.

THEATER BONN konnte Stars aus Musical und Pop für diese Produktion gewinnen: Tertia Botha und Miriam Cani waren Mitglieder der PRELUDERS, der Gewinnerband der Castingshow POPSTARS. Mit Hits wie "Losing my religion" oder "Everyday Girl" stürmten sie die Popcharts. Maricel Wölk ist eine der berühmtesten Musicaldarstellerinnen Deutschlands. Mit der Amneris in AIDA (Colosseum Essen) oder der MARIE ANTOINETTE in Bremen begeisterte sie ein riesiges Publikum. Alvin Le-Bass kommt vom Broadway, feierte große Erfolge auf der Bühne in CHICAGO, SHOWBOAT oder JESUS CHRIST SUPERSTAR und wurde zudem durch die amerikanische TV-Serie ANOTHER WORLD bekannt. Henrik Wager verköpert im Musicalbereich europaweit u.a. die Titelrollen in POE, JESUS CHRIST SUPERSTAR und JEKYLL AND HYDE.

Für den nötigen Drive sorgt Michael Barfuß, seit 2003 Musikalischer Leiter des Bonner Schauspiels, der mit seiner Band die legendären Hits der „Swinging Sixties“ wieder aufleben lässt.

Eine Koproduktion mit dem Staatstheater Kassel und dem Nationaltheater Mannheim

Buch und Texte von Gerome Ragni und James Rado, Musik von Galt MacDermot

Musikalische Leitung: Michael Barfuß

Inszenierung: Philipp Kochheim

Choreographie: Alonso Barros

Bühne: Thomas Gruber

Kostüme: Bernhard Hülfenhaus

Licht: Thomas Roscher/Max Karbe

Dramaturgie: Michaela Angelopoulos

Claude Hooper Bukowsky: Markus Schneider

Donna Bukowsky: Ursula Anna Baumgartner

Mrs. Bukowsky: Sonja Mustoff

Mr. Bukowsky: Carlo Ghirardelli

Berger: Henrik Wager

Woof: Christof Maria Kaiser

Hud: Alvin Le-Bass

Jeannie: Peggy Pollow

Steve: Kristian Lucas

Dionne: Tertia Botha

NaÏma: Jennifer Sarah Boone

Cecilia: Miriam Cani

Chastity: Tina Ajala

Crissy: Kun Jing

Sheila: Maricel

Che: Philipp Georgopoulos

Shiva: Ico Benayga

Humprhey: Julian David

Cosma: Beatrix Gfaller

Alissa: Miruna Mihailescu

Zoe: Susan Ten Harmsen

Sumatra: Michael Höfner

Tamati: Olaf Reinecke

Pitú: Wanderson Wanderley

Olaf Krüger: Trompete

Lothar van Staa: Saxophon

Ludwig Goetz: Posaune

Peter Engelhardt: Gitarre

Marcus Schinkel: Keyboards

Sascha Delbrouck: Bass

Marc zur Oven: Percussion

Stefan Lammert: Schlagzeug

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