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Schauspiel Graz: Shakespeares’ „Richard III.“ im Genre des Italo-Westerns

29.09.2006

Premiere 6. Oktober, 19:30 Uhr.

Er ist nicht zum Helden gemacht und beschließt, von nun an den Dreckskerl zu spielen. Er hasst den Frieden, weil er nichts mit sich anzufangen weiß außer im Zweikampf.

Richard ist das Böse und kündigt sich als solches an: Er will an die Spitze der Hierarchie, die Welt regieren, und dafür wird er morden und morden lassen: Henry, George, Edward, Hastings, Buckingham, seinen letzten Vertrauten und schließlich seine Frau. Seine Skrupellosigkeit löst Angst und Anziehungskraft gleichermaßen aus. Niemand hält dagegen. Doch sein einziger Feind ist er selber - und der Lauf der Geschichte. Richmond kehrt aus dem Asyl zurück und fordert seinen Abtritt, wie es Richard vorhergesagt wurde. Das Blatt dreht sich.

Shakespeares Richard III. ist die Abschaffung aller politischen Moral, die Lust am Teuflischen und zugleich eine der charismatischsten Schurkenfiguren der Weltliteratur. Der junge polnische Regisseur Jan Klata setzt seinen Helden in ein Ambiente wie wir es aus Sergio Leones Italowestern kennen und bezieht ihn so auf die gegenwärtige politische Situation.

Regie: Jan Klata

Bühnenbild: Justyna Lagowska

Kostüme: Uta Meenen

Choreographie: Maciej PRUSAK

Richard: Max MAYER

George: Jan THÜMER

Edward: Daniel Doujenis

Buckingham: Franz Solar

Lady Anne: Carolin EICHHORST

Margaret: Hertha SCHELL

Hastings: Erik Göller

Mörder: Markus SCHNEIDER

Prince of Wales: Franz STROHMEIER

Tyrell/Mörder: Julian GREIS

Richmond: Jan THÜMER

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Herausgeber des Beitrags: theaterkompass.de

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