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PRINZ FRIEDRICH VON HOMBURG von Heinrich von Kleist im Staatstheater Darmstadt

Premiere 06. Dezember 2014, 20.00 Uhr. -----

Staub, über allem liegt Staub. Er reibt sich an den Körpern, bohrt sich in Augen, Nasen und Münder der Soldaten. In Brandenburg herrscht Krieg und tausende Männer stehen auf dem Feld, um dem schwedischen Feind entgegen zu treten.

Der Schlachtplan wird verkündet. Doch einer unter ihnen macht keine Anstalten, sich die Vorgaben zu notieren. Er scheint zu träumen, Zuckungen durchziehen in Wellen sein Gesicht. Es ist der Prinz von Homburg, der an die verstörenden Ereignisse der gestrigen Nacht denkt. Er wandelte im Mondschein und träumte von Kämpfen und Siegen. Als er erwachte, hielt er einen Damenhandschuh in den Händen. Wem mag er gehören? Beim Versuch, sich zu erinnern, schießt ihm jäh das Blut in die Ohren, und Worte um ihn herum schieben sich in weite Ferne.

PRINZ FRIEDRICH VON HOMBURG ist ein Spiel um die Frage nach der sozialen und kulturellen Verankerung des Außerordentlichen in der preußischen Gesellschaft. Es zeigt kein Genie der Tat, sondern einen Träumer und Dichter, der glaubt, dass seine Fiktionen Wirklichkeit werden.

Ebenso statisch wie das preußische, militärgeprägte Gefüge hat Regisseurin Juliane Kann den Beginn der Inszenierung angelegt. Die gelernte Autorin hat sich detailliert mit der Sprache von Kleists Stück auseinander gesetzt und ihren Rhythmus auf die Körperlichkeit der Darsteller übertragen. Diese geraten erst richtig in Bewegung, als sie sich gegen den Kurfürsten entscheiden und sich auf die Seite des Prinzen von Homburg stellen.

Mit Frank Albrecht, Katharina Hintzen, Samuel Koch, Nicolas Fethi Türksever, Mathias Znidarec und Tim Wiebus

Regie und Bühne Juliane Kann

Kostüme Josephin Thomas

Video Jonas Alsleben

Dramaturgie Stawrula Panagiotaki

Weitere Vorstellungen am 09.12. | 19.12. | 25.12. | 28.12. | 02.01. | 16.01. | Kammerspiele

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