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PERPLEX - Satire von Marius von Mayenburg - Rheinisches Landestheater Neuss

25.01.2014

Premiere am Samstag, den 1. Februar 2014, 20.00 Uhr, Schauspielhaus. -----

Ein Paar kommt aus dem Urlaub zurück. Irgendetwas ist beunruhigend anders. Wem gehört die fremde Pflanze? Warum funktioniert das Licht nicht mehr? Ist das überhaupt die eigene Wohnung? Anscheinend nicht, denn das befreundete Paar, das eigentlich während der Abwesenheit nur die Blumen gießen sollte, steht plötzlich unangekündigt in der Wohnung und setzt die Neuankömmlinge vor die Tür.

Kurz darauf kehren diese jedoch in veränderter Kleidung und mit neuen Identitäten zurück. Was wird hier für ein Spiel gespielt? Es beginnt ein munterer Reigen von Auf- und Abtritten mit immer neuen Identitätsverwandlungen und einer sich ständig ändernden Realität. Beziehungen lösen sich auf und setzen sich überraschend neu zusammen. Der Überblick darüber, wer jetzt gerade wer ist und mit wem etwas zu tun hat, droht immer wieder aufs neue verloren zu gehen, wodurch die kleine bürgerliche Welt der vier Protagonisten in diesem Spiel mehr und mehr aus den Fugen gerät. Von den Vieren bekommt einer zumeist erst mit Verzögerung heraus, wozu er gerade gebeten ist und reagiert darauf ziemlich „perplex“.

Mayenburg spielt mit den Bauklötzen szenischer Standardsituationen, um sie lustvoll zu zertrümmern und wieder neu aufzubauen. Zu guter Letzt stellt der Autor die Daseinsberechtigung von Kunst an sich in Frage, indem er den Figuren die Bühne unter den Füßen wegzieht. Während den Kurzzeitidentitäten nach und nach dämmert, dass sie Teil eines Stückes und damit abhängig von dessen Regeln sind, wendet sich das Theater gegen sie und zieht ihnen die Bühne unter den Füßen weg.

Regisseur Peter Wallgram, geboren 1977 in Tirol, studierte zunächst Geschichte und Romanistik in Innsbruck und Cáceres, Spanien. Dem folgte ein Studium der Theaterpädagogik in Lingen/Ems und im Anschluss Regieassistenzen in Münster, Düsseldorf und an den Wuppertaler Bühnen. In Innsbruck inszenierte er 2006 Rebekka Kricheldorfs „Schneckenportrait“ sowie 2007 in Schwaz/Tirol das Musical „Der Watzmann ruft“. In Wuppertal brachte er seit 2009 „Anna sagt was“ von Peter Schanz, „Ich Tasche“ von Felicia Zeller sowie „Liebe und Geld“ von Dennis Kelly auf die Bühne. In der Spielzeit

2011/12 war VÄTER & SÖHNE seine erste Regiearbeit am RLT Neuss. Zuletzt inszenierte Peter Wallgram am Landestheater Tübingen und am Mainfrankentheater Würzburg sowie wieder an den Wuppertaler Bühnen.

Inszenierung: Peter Wallgram,

Bühne/Kostüme: Pia Maria Mackert,

Dramaturgie: Alexandra Engelmann

Mit: Ulrike Knobloch (Ulrike), Linda Riebau (Linda), Rainer Scharenberg (Rainer)

und Henning Strübbe (Henning)

Weitere Vorstellungen im Schauspielhaus:

Di, 04.02.2014, 20.00 Uhr

Mi, 05.02.2014, 20.00 Uhr

Sa, 15.02.2014, 20.00 Uhr

Mo, 17.02.2014, 20.00 Uhr

So, 23.02.2014, 18.00 Uhr

Do, 06.03.2014, 20.00 Uhr

Fr, 07.03.2014, 20.00 Uhr

Dienstag, 28. Januar 2014, 18.00 Uhr, Soirée mit Probenbesuch

Mit freundlichen Grüßen

Christine Schmücker

Leiterin PR und Marketing

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Herausgeber des Beitrags: theaterkompass.de

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