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Österreichische Erstaufführung: EVENT von John Clancy, Schauspielhaus Graz

28.02.2015

Premiere am 7. März 2015, 20 Uhr, Probebühne. -----

»Ein Mann steht vor einem Saal plötzlich verstummter fremder Menschen« sagt der Mann, der soeben die Bühne betreten hat. Der Mann, der – ähnlich einem Zauberkünstler – das Publikum verblüffend genau kennt, umschreibt fortan seine eigene Identität, ohne sie preiszugeben, verführt seine Zuschauer zu gewagten Gedankenexperimenten, ist Sprach- und Ideenjongleur.

Ein Hochseilartist, dessen Netz mehrere doppelte Böden hat und dessen Selbstdarstellung immer auch den Zweck hat, sich selbst verschwinden zu lassen.

John Clancys Stück Event ist auf den ersten Blick ein typisches Beispiel für modernes angloamerikanisches Theater, brillantes »Schauspielerfutter«, witzig und provokant, dabei immer nachvollziehbar und pointiert. Darüber hinaus aber ist es ein vielschichtig verwickeltes Mono-Drama über Vorgespieltes und Nachgedachtes, Konvention und Korruption, Haltung und Erwartungshaltung. Event ist ein Stück an der Grenze zum Unspielbaren und gerade deshalb von frappierender theatraler Wirksamkeit.

Nach FAUSTiN AND OUT inszeniert Regisseur Philip Jenkins nun einen halsbrecherischen Abend mit Gerhard Balluch.

Regie Philip Jenkins

Ausstattung Susanne Leitner

Dramaturgie Britta Kampert

mit Gerhard Balluch

weitere Vorstellungen am 11. und 23. März sowie ab April

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Herausgeber des Beitrags: theaterkompass.de

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