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Online aus der Komischen Oper Berlin: Ein Wiedersehen mit Korngolds »Die tote Stadt«

Ab dem 28. Februar 2021, 19 Uhr, Stream-on-Demand auf www.komische-oper-berlin.de

Nach dem Tod seiner Frau Marie hat sich Paul vollkommen in seine »Kirche des Gewesenen« zurückgezogen. Abgeschottet nach außen lebt er einzig der Erinnerung an die Verstorbene, als eines Tages die Tänzerin Marietta auftaucht, die Marie zum Verwechseln ähnlich sieht. Er verliebt sich in sie und will doch letztlich nur die verlorene Tote wieder zum Leben erwecken.

Immer mehr verstrickt sich Paul in seiner besessenen Liebe, bis es zur Katastrophe kommt. Oder war alles nur ein Traum? Ein Streich des Unbewussten? Welches Geheimnis verbirgt sich hinter dem Tod der geliebten Frau?

Erich Wolfgang Korngold, der sich vor fast genau 100 Jahren mit seinem ersten abendfüllenden Bühnenwerk die Opernwelt eroberte, zählte zeitweilig neben Richard Strauss zu den meistgespielten Komponisten auf deutschsprachigen Bühnen, ehe die Nationalsozialisten seiner Opernkarriere ein jähes Ende setzten. In den letzten Jahrzehnten erfährt Korngolds Werk endlich die ihm gebührende Renaissance.

In den Hauptrollen des Premieren-Streams von 2018 sind die Amerikanerin Sara Jakubiak, deren »kraftvoll-güldener Sopran« die Frankfurter Allgemeine Zeitung bestaunte, und Aleš Briscein, am Haus zuletzt als Lenski in Jewgeni Onegin gefeiert, zu erleben. Der kanadische Starregisseur Robert Carsen zeichnet für die Inszenierung, Generalmusikdirektor Ainārs Rubiķis für die musikalische Leitung verantwortlich.

Erich Wolfgang Korngold
DIE TOTE STADT
Oper in drei Bildern [1920]
Libretto von Paul Schott nach dem Roman Bruges-la-Morte von Georges Rodenbach

Musikalische Leitung: Ainārs Rubiķis
Inszenierung: Robert Carsen

Mit:
Aleš Briscein (Paul), Sara Jakubiak (Marietta/Erscheinung Mariens), Günter Papendell (Frank, Pauls Freund/Fritz, der Pierrot), Maria Fiselier (Brigitta, Pauls Haushälterin), Georgina Melville (Juliette, Tänzerin), Marta Mika (Lucienne), Adrian Strooper (Victorin, der Regisseur), Ivan Turšić (Graf Albert), Chorsolisten und Kinderchor sowie Orchester der Komischen Oper Berlin, Tanzensemble u. a.

 Der Stream-on-Demand ist bis 28. März 2021, 12 Uhr verfügbar!

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