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Neue Koproduktion zwischen dem Thalia Theater Hamburg und den Salzburger Festspielen.

19.12.2007

Niclas Stemann inszeniert Friedrich Schillers ‚Die Räuber’ mit dem Ensemble des Thalia Theaters. Premiere bei den Salzburger Festspielen ist am 15. August 2008 auf der Perner-Insel. Hamburg-Premiere ist Anfang Oktober 2008 am Thalia Theater.

Schillers Räuber sprechen Französisch und Latein, sie empfinden sich als frei und ehrenhaft und sind auf höhere Schulen gegangen, bevor sie ihre niedrigen Taten begingen.

So lange es eine bürgerliche Gesellschaft gab, hatte sie in dieser rabiaten Räuberbande ihr vermeintliches Gegenbild, und das Pathos dieser schrecklichen Gemeinschaft wirkt noch heute bedrohlich: Wo immer sich ein Gedanke aus Verzweiflung, Diskriminierung und Einsamkeit zu solcher Radikalität steigert, die letztlich selbst die Geliebte dem Gehorsam opfert, begegnen wir Karl Moors Unbedingtheitswahn wieder. Karl Moor ist, wie der Titelheld aus Schillers letztem Stück Don Carlos, ein früh an Geist und Gemüt gebrochener Mensch, ein loses Blatt im Winde seiner heftigen Gefühle, der am Ende ein reifes Menschsein erahnt, das zu leben ihm nicht mehr vergönnt ist. Und in dieser tragischen Situation ist Schillers Debütstück auch eine sehr deutsche Parabel darüber, wie die Abwesenheit eines Vaters ersetzt wird durch die Anwesenheit eines Führers, der „Reue und kein Erbarmen“ fordert und sein Gefolge in den Krieg führt.

Regie Nicolas Stemann

Bühne Stefan Mayer

Kostüme Esther Bialas

Musik Thomas Kürstner, Sebastian Vogel

Video Claudia Lehmann

Dramaturgie Benjamin von Blomberg

Mit Schauspielern aus dem Ensemble des Thalia Theaters

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Herausgeber des Beitrags: theaterkompass.de

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