Sie entlarven sexualisierte Körperbilder, berichten von Konkurrenz und Solidarität, sie misstrauen den Worten des Trainers. Langsam tasten sie sich vor und formulieren die Grenzen überforderter Körper in knappen Trikots und unter unsportlichen Berührungen. Sie probieren über das zu sprechen, was lange ungesagt geblieben ist. Zärtlich klingt die Sprache von Freundinnen. Gemeinsam klagen sie an.
Autorin Miriam Unterthiner verbrachte ihre Jugend auf den Handballfeldern Italiens. Mit Mundtot findet sie eine radikal poetische Gestalt für den Spracherwerb des Sportkörpers und dessen politische Dimension. Mundtot ist ihre dritte Uraufführung - ihre Stücke wurden bereits vielfach ausgezeichnet. Zuletzt erhielt Blutbrot den Debütpreis des Österreichischen Buchpreises 2025.
Die Uraufführung von Mundtot inszeniert Christiane Pohle, die in der letzten Saison bereits Am Fluss auf die Bühne des Schauspielhauses brachte.
Ausgezeichnet mit dem Hans-Gratzer-Preis 2025
Besetzung, Team und Produktionsdaten
Schauspiel: Tala Al-Deen, Iris Becher, Florentine Krafft, Sophia Löffler
Regie: Christiane Pohle
Bühne und Kostüme: Anton von Bredow
Live-Musik: Lens Kühleitner
Licht: Katja Thürriegl, Chris Pichler
Ton: Benjamin Bauer
Dramaturgie: Martina Grohmann
Di, 27. Jänner, 20:00 Uhr

