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Münchner Kammerspiele: "Kaspar Häuser Meer" von Felicia Zeller

Premiere am Freitag, 3. Oktober 2008, um 20.00 Uhr im Werkraum

Allgemeiner Björn-Out. Kollege Björn ist ausgebrannt. Niemand weiß, wann er wieder einsatzfähig sein wird.

Er hinterlässt 104 Fälle in einer lückenhaften Dokumentation.Die drei Jugendamtssozialarbeiterinnen Barbara, Silvia und Anika rotieren. Die deutschen Jugendämter sind einer der dramatischsten und öffentlichkeitsstärksten Kriegsschauplätze einer zerreißenden Republik im Sog der Agenda 2010. Während sie von Unternehmensberatern kaputt saniert werden, macht man sie für alles verantwortlich: für vernachlässigte, verwahrloste, verhungerte Kinder genauso wie für die Zerschlagung von Wohnungstüren und Familien. In einem atemberaubenden Sprachfluss nähert sich Felicia Zeller dem Mittelpunkt der Katastrophe, der unmöglichen Verwaltung von menschlichen Tragödien durch Paragraphen und Institutionen.

Von Felicia Zeller, geboren 1970 in Stuttgart, gibt es Theatertexte, Kurzfilme, Werke auf Neuen Medien und Leseperformances. Nach Aufenthalten in London, Giessen, Australien, Stuttgart, Berlin, Stuttgart, Wien, Berlin und Stuttgart, lebt sie zur Zeit wieder in Berlin-Neukölln. Für KASPAR HÄUSER MEER erhielt sie den Publikumspreis bei den Mülheimer Theatertagen 2008.

Regie Lars-Ole Walburg

Bühne und Kostüme Kathrin Krumbein

Dramaturgie Malte Jelden

Musik Tomek Kolczynski

Mit: Lasse Myhr, Steven Scharf, Sebastian Weber

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