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MESSER IN HENNEN von David Harrower, Theater Oberhausen

02.05.2008

Ab 16 Jahren, Premiere 9.5.2008, 19.30 Uhr/ Malersaal

Ein kleines Dorf. Ein Pflüger und seine junge Frau. Ihr Leben besteht aus harter körperlicher Arbeit auf dem Feld und wird bestimmt vom Glauben an Gott, aber auch von Aberglauben und Gerüchten, wie dem über den Müller, welchem böse Zauberkräfte und sogar Mord nachgesagt werden.

So würde es auch immer weitergehen, wären da nicht diese seltsamen Fragen, mit denen sich die junge Frau plötzlich beschäftigt: Wie ist die Welt eigentlich wirklich? Ihr grobschlächtiger Mann hat dafür kein Verständnis. Als er sie eines Tages zur Mühle schickt, um Korn mahlen zu lassen, entdeckt sie in dem verhassten und gefürchteten Müller einen klugen, gebildeten Menschen, der sie mit spöttischen Fragen und provokanten Behauptungen dazu bringt, die Welt und auch sich selbst mit anderen Augen zu betrachten.

David Harrower zählt zu den erfolgreichsten jungen Dramatikern Europas.

1997 wurde „Messer in Hennen“ von Kritiker in der Fachzeitschrift Theater heute zum besten ausländischen Stück des Jahres gewählt.

Michael Masberg wurde in der letzten Spielzeit für seine Debüt-Inszenierung „Das Herz eines Boxers“ mit dem Nachwuchspreis des Oberhausener Theaterpreises ausgezeichnet. 1982 in Datteln geboren studierte er von 2002 bis 2005 Theaterwissenschaft und Germanistik an der Ruhr-Universität Bochum. Daneben arbeitete er freiberuflich als Regieassistent in Oberhausen, Mülheim sowie Bochum und inszenierte in der freien und studentischen Szene. Seine „Frankenstein“-Inszenierung wurde 2005 zu einem bundesweiten Theatertreffen nach München eingeladen.

Seit der Spielzeit 2005/06 ist er Regieassistent am Theater Oberhausen. Hier gestaltete er mehrere Rauchbar-Abende, darunter „Notizen aus dem Untergrund“ (2005), „Die gesammelten verloren geglaubten Werke von Beckett“ (2006) und „Sauerstoff“ (2007).

Inszenierung Michael Masberg Bühne Stefanie Dellmann

Kostüme Claudia Radowski

Mit Claudia Fritzsche; Jan Kämmerer, Caspar Kaeser

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Herausgeber des Beitrags: theaterkompass.de

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