Während Herzl ein Buch schreiben möchte und damit das Böse aus seinem Herzen vertreiben will – das Buch soll den Titel „Mein Kampf“ tragen –, fasst Hitler nach einer gescheiterten Bewerbung an der Kunstakademie eine politische Karriere ins Auge. Er verhält sich immer brutaler, und ein aggressiver Antisemitismus wird offenbar. In Hitler reift ein Demagoge heran, der weitere Menschen instrumentalisieren kann, der sich mit Frau Tod höchstpersönlich verbündet und der Schlomo Herzls Liebe mit einem Pogrom beantworten wird.
Dass der Inhalt jedes Witzes eine Katastrophe und das Lachen ebenso existentiell-befreiend wie das Weinen sei, davon war der Regisseur und Autor George Tabori (1914-2007) überzeugt. In seiner grandiosen Farce greift er historische Fakten auf und kontert sie auf subversiv-komische Weise. So verbindet er in seinem 1987 in Wien uraufgeführten Stück vor der Folie der Shoa tiefsten Schmerz mit philosophischer Weisheit und unerschütterlichem jüdischen Humor.
Deutsch von Ursula Grützmacher-Tabori
REGIE Bettina Jahnke
BÜHNE UND KOSTÜME Dorit Lievenbrück
MUSIK Achim Gieseler
DRAMATURGIE Bettina Jantzen
THEATERPÄDAGOGIK Michael Böhnisch
MIT
HERZL
Joachim Berger
HITLER
Kristin Muthwill
LOBKOWITZ
Jörg Dathe
GRETCHEN
Franziska Melzer
FRAU TOD
Henning Strübbe
HIMMLISCH
Aaron Finn Schultz
DIGITALES PROGRAMMHEFT
TERMINE
Fr 22.11.
19:30 - 22:15 Großes Haus
So 01.12.
15:00 - 17:45 Großes Haus
Fr 13.12.
19:30 - 22:15 Großes Haus
Fr 20.12.
19:30 - 22:15 Großes Haus


