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LULU von Frank Wedekind im SCHAUSPIEL FRANKFURT

Premiere 26.03.10 um 19.30 Uhr

Lulu ist ein Chamäleon der Liebe. Sie lässt Männerträume wahr werden

und passt sich behände jedem auf sie projizierten Wunschbild an, egal ob

Femme fatale, Kindfrau, Jungfrau, Hure, sinnliche Geliebte oder Muse.

Doch hinter diesen Stereotypen steckt vor allem die fleischliche Verkörperung eines Prinzips: Die reine, niemals bürgerlich zu bändigende Triebhaftigkeit – in einer Unschuld, die Gut und Böse noch nicht kennt.

Wedekind nannte seine »Lulu« im Untertitel eine »Monstre Tragödie«. In unbarmherzig kaltem Licht demontiert er eine Gesellschaft, die durch

vordergründige Moral und spießbürgerliche Exzesse entstellt ist. Lulu jedoch, das Mädchen mit der großzügigen sexuellen Angebotspalette, benutzt die eigene Sinnlichkeit, um hier zu überleben. Ihr Selbstbewusstsein speist sich aus dem Begehren der Männer. Und die Männer begehren. Einer nachdem anderen kommt zu Fall auf Lulus Weg von der Straße in die bessere Gesellschaft. Denn sie kennt ihre Wirkung – und ihre Zerstörungskraft.

Stephan Kimmig arbeitete u. a. am Thalia Theater Hamburg, Wiener

Burgtheater, Schauspiel Stuttgart und am Deutschen Theater Berlin. Er

erhielt zahlreiche Preise für seine Inszenierungen und war mit »Thyestes«,

»Nora« und »Maria Stuart« beim Berliner Theatertreffen vertreten.

Mit Constanze Becker, Kathleen Morgeneyer; Michael Benthin, Roland S.

Blezinger, Michael Goldberg, Torben Kessler, Joachim Nimtz, Viktor

Tremmel, Andreas Uhse, Till Weinheimer

Regie Stephan Kimmig Bühne Martin Zehetgruber Kostüme Anja Rabes

Musik Michael Verhovec

Am 27. / 29. März (Voraufführung am 25. März)

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