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Ludwig van Beethovens „Fidelio“ im Salzburger Landestheater

Premiere: Sa, 18. April 2015, 19 Uhr, Landestheater. -----

Beethovens einzige Oper ist ein Plädoyer für Freiheit und Menschlichkeit, der mutig gewählte Stoff für die damalige Zeit geradezu revolutionär – schließlich ist der „Held“ der Geschichte eine Frau, die sich in die von Männern beherrschte Politik einmischt: Als Mann verkleidet schleicht sich Leonore in jenes Gefängnis ein, in dem sie ihren vermissten Ehemann Florestan als politischen Häftling vermutet.

 

Gefängnis ein, in dem sie ihren vermissten Ehemann Florestan als politischen Häftling vermutet. Unter dem Namen Fidelio gewinnt sie hier nicht nur das Vertrauen des Kerkermeisters Rocco, sondern auch das Herz von dessen Tochter Marzelline. Als Rocco vom Gouverneur Pizarro den Auftrag erhält, einen unliebsamen Gefangenen still und heimlich aus dem Weg zu räumen, begleitet ihn Leonore. Ahnend und hoffend, dass es sich bei dem Namenlosen um ihren Gatten handeln könnte. Doch schon bevor das Rätsel um dessen Identität gelöst wird, fällt sie einen folgenreichen Entschluss: »Wer du auch seist, ich will dich retten. Bei Gott! Du sollst kein Opfer sein!« Leonore wächst über sich selbst hinaus. Nun stehen nicht mehr ihre persönlichen Motive im Vordergrund, sondern die Ideale von Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit - Wahlspruch der Französischen Revolution.

 

Sein ganzes Leben lang hatte sich Beethoven mit dem Gedanken getragen, eine Oper zu schreiben, doch erst mit der Geschichte der liebenden Gattin Leonore glaubte er, das Sujet gefunden zu haben, das ihm Gelegenheit bot, seine Vision in die Tat umzusetzen. Ausgehend vom Vorbild der französischen Opéra comique entwickelte er eine große Befreiungsoper im Geiste der französischen Revolution. Mehr als zehn Jahre begleitete ihn der Stoff, der zunächst 1805 als »Leonore« mit mäßigem Erfolg in Wien uraufgeführt wurde. Doch Beethoven glaubte an sein Werk, arbeitete es mehrfach um und präsentierte 1814 unter dem Titel »Fidelio« jene Fassung, in der sich das Werk endgültig durchsetzte.

 

Regisseur und Operndirektor Andreas Gergen inszeniert Beethovens große Befreiungsoper als Spiel der Erinnerung. Für das enigmatische Bühnenbild zeichnet Heinz Hauser verantwortlich, der zahlreiche Nominierungen bei den Kritikerumfragen von Fachzeitschriften erhielt und zudem Träger des Bayerischen Theaterpreises ist.

 

Am Pult des Mozarteumorchesters Salzburg steht Adrian Kelly, der in dieser Spielzeit bereits bei Amélie Niermeyers Inszenierung von „Rigoletto“ die dramatische Handlung musikalisch unterstützte.

 

Musikalische Leitung Adrian Kelly

Inszenierung Andreas Gergen

Bühne Heinz Hauser

Kostüme Susanne Hubrich

Chorein­studierung Stefan Müller

Dramaturgie Svenja Gottsmann

 

Don Fernando Simon Schnorr

Don Pizarro Adrian Gans

Florestan Franz Supper

Leonore Sinead Mulhern

Rocco Stephen Bronk

Marzelline Laura Nicorescu

Jaquino Kristofer Lundin

 

Chor und Extrachor des Salzburger Landestheaters

Orchester Mozarteumorchester Salzburg

 

Di. 21.04.2015 19.30

Mi. 29.04.2015 19.30

So. 03.05.2015 19.00

Fr. 08.05.2015 19.30

So. 10.05.2015 15.00

Do. 21.05.2015 19.30

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