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Leoš Janáčeks „Jenufa“ im Nationaltheater Mannheim

Premiere 05. Juli 2008 um 19.30 Uhr

„Zur Wahrheit des Ausdrucks gelangen wir durch sorgfältige Betrachtung des Lebens“, schrieb Janáček 1918 über das Verhältnis von Abbild und Wirklichkeit.

Fasziniert von der gleichnamigen Schauspielvorlage der sozialkritisch engagierten Dichterin Gabriela Preissová, schuf Janáček in seiner 1904 erfolgreich in Brünn uraufgeführten Jenufa eine detaillierte Milieustudie. Erzählt wird das Schicksal Jenufas, die von ihrem Geliebten Steva schwanger sitzen gelassen wird. Das Kind kommt zur Welt, doch der Vater bekennt sich weder zu Jenufa noch zu seinem Sohn. Als der ewig zurückgewiesene Laca sich anbietet, Jenufa zu heiraten, sieht ihre Stiefmutter, die Küsterin, eine Chance, Ruf und Ehre wiederherzustellen und tötet Jenufas Kind. Doch schon bald zeichnet sich ab, dass ihr Versuch, dem Paar einen Neuanfang zu ermöglichen, zum Scheitern verurteilt ist.

Mit seiner ausdrucksstarken, an der tschechischen Sprachmelodie orientierten Musik vermochte Janáˇcek dem realistischen Drama zu spannungsvoller Eindringlichkeit zu verhelfen. Gleichzeitig spiegelt die düstere Tonsprache der Partitur seinen persönlichen Schmerz über den frühen Tod seiner Tochter Olga wider.

Musikalische Leitung

Friedemann Layer

Inszenierung

Regula Gerber

Bühne/Kostüme

Sandra Meurer

Dramaturgie

Regine Elzenheimer

Chor

Tilman Michael

Kostüme

Sandra Meurer

1. Stimme

Monika Fuhrmann / Regina Kruszynski

Die alte Buryja

Emma Sarkisyan

Laca Klemen

Uwe Eikötter

Stewa Buryja

Michail Agafonov

Die Küsterin Buryja

Susan Maclean

Jenufa

Ludmila Slepneva

Altgesell

Jaco Venter

Dorfrichter

Mihail Mihaylov

Seine Frau

Jonka Hristova / Natalia Maiorova

Karolka

Katharina Göres

Schäferin

Katrin Wagner

Barena

Marina Ivanova

Jano

Candace Zaiden / Rica Westenberger

Tante

Gudrun Hermanns / Wassiliki Xyni

2. Stimme

Vasile Tartan / Junchul Ye

weitere Aufführungen:

12. Juli 2008 (B-Premiere), 16. Juli 2008 (Z. l. M. in dieser Spielzeit)

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