Das Vorbild für die Hauptfigur Violetta Valéry war eine bekannte Pariser Kurtisane, die 1847 mit erst 23 Jahren an Schwindsucht gestorben war und die Dumas selbst gekannt hatte.
Violetta lebt von der Gunst reicher Männer in der Pariser Halbwelt. Erst ihre selbstlose Liebe zu Alfredo, die dieser erwidert, hilft ihr, sich daraus zu befreien. Zusammen mit ihm zieht sie aufs Land und findet kurzzeitig die Kraft, sich von ihrer schweren Krankheit zu erholen. Doch Alfredos Vater zerstört ihr kurzes Glück. Um seine Familienehre zu retten, zwingt er Violetta, Alfredo zu verlassen...
Mit diesem Werk verstieß Verdi gegen die Regeln der italienischen Konvention: einerseits, weil die Titelfigur eine Kurtisane war und damit als Heldin nicht den gängigen Stilhöhenregeln entsprach, andererseits, weil er einen Gegenwartsstoff auf die Opernbühne brachte. In seiner Musik wechselt Verdi zwischen melancholischen, ganz die innere Befindlichkeit der Figuren spiegelnden Phrasen und ausgelassener Unterhaltungsmusik, die die großen Chorszenen illustrieren. Schon bald nach der Uraufführung wurde La Traviata eine der meistgespielten Opern weltweit.
"La Traviata" von Giuseppe Verdi in Innsbruck
28.01.2007
Premiere am 3.2.2007 um 19.30 Uhr, Tiroler Landestheater.
Seit dem Erfolg seines Nabucco hatte Verdi das Privileg, sich die Libretti seiner neuen Werke aussuchen zu können. Daher entschied er sich, kurz nachdem der Roman La Dame aux camélias von Alexandre Dumas 1848 mit überwältigendem Erfolg erschienen war, diesen Text als Vorlage für die Oper zu verwenden, die für die Karnevalssaison 1853 in Venedig bestellt worden war.

