Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
"La Fanciulla del West" von Giacomo Puccini im Tiroler Landestheater Innsbruck"La Fanciulla del West" von Giacomo Puccini im Tiroler Landestheater Innsbruck"La Fanciulla del West"...

"La Fanciulla del West" von Giacomo Puccini im Tiroler Landestheater Innsbruck

Premiere 12.03.2011, Großes Haus. --

 

In Puccinis Mädchen aus dem goldenen Westen kämpfen zwei Männer um Minnie, eine Kellnerin in einer Goldgräberkneipe:

 

Der geheimnisvolle Fremde Dick Johnson, in den sich Minnie verliebt, und der Sheriff Jack Rance, der die beiden argwöhnisch beobachtet. Denn Johnson ist ein gesuchter Bandit, hinter dem Rance schon lange her ist. Als er ihn nachts bei Minnie aufspürt, spielt sie beim Poker um dessen Freiheit und gewinnt mit einem Trick. Sie bricht mit ihm zusammen auf, um das Land zu verlassen.

Mit dieser klassischen Dreiecksgeschichte aus dem Goldgräbermilieu, deren Konstellation an Tosca erinnert, beschritt Puccini neue Wege. Bisher war noch nie eine „Wildwestoper“ geschrieben worden, und selbst für das heutige Publikum ist das Werk ungewöhnlich, kennt man doch Geschichten aus dem Goldgräbermilieu, noch dazu mit Happy End, eher aus dem Film. An Belascos Schauspiel The Girl oft the Golden West, das der Komponist in New York kennenlernte, beeindruckten ihn vor allem die dramatische Handlung und die Intensität der Darstellung. Die Uraufführung der Oper am 10. Dezember 1910 an der Metropolitan Opera in New York unter der musikalischen Leitung Arturo Toscaninis war ein gesellschaftliches Ereignis, das Puccini einen weiteren Triumph einbrachte.

 

Die Musik ist durchzogen von leitmotivisch behandelten Themen und einer farbenreichen Instrumentation. Um die Atmosphäre des Goldgräbermilieus darzustellen, verwendet Puccini folkloristisch getönte Melodien, aber auch Elemente und Techniken aus der amerikanischen Musik, wie z.B. Ragtime und Catwalk.

 

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 8 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

EXPLOSIVE KLANGMISCHUNG -- "Eine florentinische Tragödie" von Alexander Zemlinsky bei NAXOS (BR KLassik)

Nicht sonderlich erfolgreich geriet die Stuttgarter Uraufführung der einaktigen Oper "Eine florentinische Tragödie" von Alexander Zemlinsky im Jahre 1917 unter der Leitung von Max von Schillings. In…

Von: ALEXANDER WALTHER

Die ganze Wahrheit? -- „True Crime“ - Andrey Kaydanovskiy | Hege Haagenrud | Demis Volpi in der Deutschen Oper am Rhein

Drei tänzerische Perspektiven zu Wahrheit und Fiktion: Andrey Kaydanovskiy „Chalk“, Hege Haagenrud „The Bystanders“, Demis Volpi „Non-Fiction Études“  

Von: Dagmar Kurtz

SZENEN OHNE ILLUSIONEN -- "Tosca" von Giacomo Puccini in der Staatsoper Stuttgart

Kann Kunst unsere Wirklichkeit beeinflussen? Diese Frage steht als zentrales Thema im Zentrum der Inszenierung von Willy Decker, dessen Figuren sich in Puccinis "Tosca" in einem schwarzen Kasten…

Von: ALEXANDER WALTHER

RETTET DIE FRAUEN! -- Premiere "Zertretung" von Lydia Haider im Schauspiel Nord STUTTGART

Die 1985 in Oberösterreich geborene Lydia Haider hat hier einen radikalen Text vorgelegt, der zuweilen an Rainald Goetz erinnert. Die zentrale Frage lautet: Wie geht man mit einem System um, das…

Von: ALEXANDER WALTHER

ATEMLOSE HÖHENFLÜGE -- SWR Symphonieorchester mit Busoni und Sibelius im Beethovensaal der Liederhalle/STUTTGART

Zwei unterschiedliche Zeitgenossen standen diesmal im Zentrum: Jean Sibelius und Ferrucio Busoni. Immerhin weiß man, dass beide in Helsinki Schumanns Klavierquintett in Es-Dur gemeinsam musizierten.…

Von: ALEXANDER WALTHER

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑