Falladas Schilderung der sozialen Realität vor einhundert Jahren hat viel mit uns zu tun: Die soziale Ungleichheit, der extreme Druck auf abhängig Beschäftigte, das Leben in prekären Verhältnissen nimmt zu. Allerorten ist von einer »neuen Klassengesellschaft« die Rede. Doch wie sieht diese aus? Wer gehört ihr an? Wer ist der »kleine Mann« heute? Wie denkt, arbeitet und lebt er in Mannheim?
Diesen und vielen anderen Fragen möchten Volker Lösch und sein Team, welches seit vielen Jahren mit Schauspielprofis und Vertretern verschiedener sozialer Gruppen arbeitet, in der Inszenierung nachgehen. Am Nationaltheater inszenierte Lösch in der Spielzeit 2015/2016 Die Schutzflehenden.
Inszenierung: Volker Lösch
Bühne und Kostüme: Carola Reuther (Gast)
Video: Robi Voigt (Gast)
Dramaturgie: Christoph Lepschy
Licht: Damian Chmielarz
Pinneberg: Benjamin Pauquet
Lämmchen: Celina Rongen
Reinhard Mahlberg
Ragna Pitoll
Amelle Schwerk (Gast)
Fr, 11.05.2018, 19.30 Uhr, Schauspielhaus
Mo, 21.05.2018, 19.30 Uhr, Schauspielhaus
Mo, 18.06.2018, 19.30 Uhr, Schauspielhaus
So, 24.06.2018, 19.30 Uhr, Schauspielhaus
Sa, 30.06.2018, 19.30 Uhr, Schauspielhaus
Bild: Hans Fallada
"Kleiner Mann - was nun?" von Hans Fallada im Nationaltheater Mannheim
Premiere Sa, 05.05.2018, 19.30 Uhr, Schauspielhaus
28.04.2018
In der Weimarer Republik der Weltwirtschaftskrise bestimmt der Kapitalismus die Rhetorik bis an den Esstisch der Familie. Pinneberg und Lämmchen müssen jeden Pfennig umdrehen. Der Verkäufer hat gerade seine Stelle verloren und schafft es nur mittels Kontakten wieder zu einer Anstellung. Aber für eine richtige Wohnung reicht das Gehalt längst nicht. Eine neue Quote, die die Verkäufer Tag für Tag erfüllen müssen, wird Pinneberg schließlich zum Verhängnis. Nun wird er endgültig arbeitslos, ohne Aussicht auf Anstellung. Gesellschaftlich ausgestoßen, bleibt ihm nur der Rückhalt seiner Frau, aber selbst vor der muss er sich schämen.

