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ICH RUFE MEINE BRÜDER VON JONAS HASSEN KHEMIRI im Ballhaus Naunynstrasse Berlin

28. & 30.11.2013, 20 UHR (Deutschlandpremiere). -----

„Da ist gestern so ein krankes Ding passiert. Habt ihr gehört? Ein Mann. Ein Auto. Zwei Explosionen. Mitten in der City. Ich rufe meine Brüder an und sage: Nein, niemand wurde gefasst. Niemand verdächtigt. Ich rufe meine Brüder an und sage: Jetzt geht’s los!“

Am Tag nach dem Selbstmordanschlag in Stockholm 2010, bei dem der Attentäter starb und zwei Passanten verletzt wurden, geht Amor durch die Straßen der Stadt und ruft seine „Brüder“ an: Seinen besten Freund, der ihn zusehends nervt, seitdem er Vater geworden ist, seine Cousine in der „Heimat“ weit weg von Stockholm, die ihn wegen seiner Unzuverlässigkeit ununterbrochen tadelt, und seine Sandkastenliebe, in die er nach wie vor hoffnungslos verknallt ist. Ein fast ganz gewöhnlicher Tag im Leben eines ganz normalen jungen Mannes, der zum ersten Mal in seinem Leben in den Spiegel schauen muss, den „Andere“ ihm vorhalten.

„Wer sind die Anderen? Es gibt keine Anderen. Es gibt Extremisten auf allen Seiten, die uns weismachen wollen, es gäbe die Anderen. Jeder, der über die Anderen spricht, ist ein Idiot.“

Regie: Michael Ronen

Bühne und Kostüm: Sylvia Rieger

Illustration und Animation: Olivier Durand

Video: Benjamin Krieg, Hanna Slak, Guillaume Cailleau

Musik: Yavuz Akbulut, Dramaturgie: Irina Szodruch

Mit: Nora Abdel-Maksoud, Jerry Hoffmann, Marion Reiser, Jan Walter

Eine Koproduktion des Ballhaus Naunynstraße und des Landestheaters Niederösterreich in Zusammenarbeit mit dem Maxim Gorki Theater, gefördert vom Hauptstadtkulturfonds.

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