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Eugene O'Neill, Trauer muss Elektra tragen, Schauspielhaus Bochum

Premiere 17.10.2008, 19.30 Uhr

Christine und Lavinia Mannon erwarten die Rückkehr des Brigadegenerals Ezra Mannon aus dem gerade beendeten Bürgerkrieg - Lavinia, seine Tochter, ungeduldig und voller Sehnsucht, seine junge Ehefrau Christine dagegen voller Abscheu.

Sie plant den Mord an ihrem Gatten, um mit ihrem Geliebten Adam Brant, einem unerwünschten Neffen Ezras, zusammenleben zu können. Lavinia (O’Neills Interpretation der Elektra-Figur) entdeckt Ehebruch und Mord, und als ihr Bruder Orin ebenfalls aus dem Krieg heimkehrt, stiftet sie ihn an zum Mord an Adam Brant. Aus Verzweiflung über den Verlust des Geliebten nimmt Christine sich das Leben, und auch Orin, der den Selbstmord der über alles geliebten Mutter nicht verwinden kann, erschießt sich. Lavinias Rache hat sich am Ende gegen sie selbst gewandt. Sie schließt sich ein im Haus der Mannons - und bleibt zurück, allein mit den Toten.

Die Spirale der familiären Gewalt ist in O’Neills Adaption des griechischen Mythos nicht mehr Verhängnis der Götter, sondern resultiert aus der zwanghaften Wiederholung übernommener psychologischer Muster, aus denen sich die Handelnden nicht befreien können. Eugene O’Neill, der Begründer des modernen amerikanischen Dramas, erhielt für das 1931 entstandene Stück den Literaturnobelpreis.

Regie Markus Dietz

Bühne Mayke Hegger

Kostüme Ines Nadler

Musik Ole Schmidt

Besetzung

Hazel Niles Karin Moog

Christine Christine Schönfeld

Lavinia Louisa Stroux

Ezra Mannon Charles Brauer

Peter Niles Martin Bretschneider

Adam Brant Stefan Schießleder

Orin Marc Oliver Schulze

19.10.2008, 19.00 Uhr , Schauspielhaus

28.10.2008, 19.30 Uhr , Schauspielhaus

01.11.2008, 19.00 Uhr , Schauspielhaus

15.11.2008, 19.30 Uhr , Schauspielhaus

16.11.2008, 17.00 Uhr , Schauspielhaus

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