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"Die Zauberin" (Tscharodeika) von Peter I. Tschaikowski - Oper Frankfurt

Premiere Sonntag 04. Dezember 2022, 18.00 Uhr, Opernhaus

29.11.2022
Kategorien: Deutschland, News, Oper

Die Macht der Liebe siegt über die Liebe zur Macht: eine Utopie, die scheitert. --- Wie ein Thriller in vier Teilen entwickelt sich Tschaikowskis siebte Oper. Sie verbindet ein Liebes- und Eifersuchtsdrama mit politischen Ränkespielen und religiösen Verstrickungen, zeigt die Ohnmacht der Mächtigen ebenso wie den Opportunismus des Volkes.

© Barbara Aumüller

Um eine Außenseiterin kreist die Handlung. Die Witwe Nastasia, genannt Kuma, betreibt außerhalb der Stadt Nischni Nowgorod einen Gasthof, in dem alle Schichten der Gesellschaft zusammentreffen. Sie fasziniert die Gäste mit ihrer Offenheit und ihrem Freiheitsdrang. Mamyrow, ein intriganter Geistlicher und Berater des Fürsten, bezichtigt Kuma der Zauberei und klagt sie wegen Unsittlichkeit an. Er bringt den Fürsten dazu, Kumas Gäste zu inspizieren, doch es gelingt ihr, den Fürsten für sich zu gewinnen und seinen Berater lächerlich zu machen. Während Mamyrow die Eifersucht der Fürstin schürt, versucht der Fürst, Kuma zur Liebe zu zwingen. Doch sie hat sich in Juri, den Sohn des Fürstenpaares, verliebt. So wird Kuma zum Spielball einer zerrütteten Herrscherfamilie. Am Ende wird sie von der hysterischen Fürstin vergiftet. Der eifersüchtige Fürst wiederum tötet seinen Sohn und wird wahnsinnig.

Tscharodejka – wörtlich übersetzt »Die Bezaubernde« – entstand zwischen Eugen Onegin und Pique Dame und wird bis heute nur selten aufgeführt, obwohl sie Tschaikowski selbst für sein bestes Werk hielt. Die Partitur glänzt und zeigt einen progressiven Musikdramatiker mit verschiedenen Gesichtern: Der dramatischen Handlung entsprechend wählt er Akt für Akt andere musikalische Mittel. Leidenschaftliche Charaktere, einfühlsame Melodien, eine brilliante Orchestrierung und dramatische Ensembleszenen bestätigen seine bedingungslose Liebe zu »seiner« Zauberin.

Musikalische Leitung
    Valentin Uryupin
Inszenierung
    Vasily Barkhatov
Bühnenbild
    Christian Schmidt
Kostüme
    Kirsten Dephoff
Choreografie
    Gal Fefferman
Licht
    Olaf Winter
Video
    Christian Borchers
Chor
    Tilman Michael
Dramaturgie
    Zsolt Horpácsy


Nastasja
    Asmik Grigorian
Fürst
    Iain MacNeil
Die Fürstin
    Claudia Mahnke
Prinz Juri
    Alexander Mikhailov
Mamyrow / Kudma
    Frederic Jost
Nenila
    Zanda Švēde
Iwan Schuran
    Božidar Smiljanić
Foka
    Dietrich Volle
Polja
    Nombulelo Yende°
Balakin
    Jonathan Abernethy
Potap
    Pilgoo Kang
Lukasch
    Kudaibergen Abildin
Kitschiga
    Magnús Baldvinsson
Paisi
    Michael McCown
Künstler
    Aslan Diasamidze
Tanz
    Rouven Pabst / Gabriele Ascani / Luciano Baptiste / Guillermo de la Chica Lopez / Carlos Díaz Torres / Jonathan Schmidt

Chor der Oper Frankfurt
Frankfurter Opern- und Museumsorchester

°Mitglied des Opernstudios

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