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?Die Räuber. Featuring Schiller? in Oberhausen

23.05.2006

Premiere am 28. Mai 2006, Zentrum Altenberg an der Hansastraße.

Ein interkulturelles Außenprojekt in Zusammenarbeit mit dem Migrationsrat, dem Haus der Jugend, der Städtischen Musikschule, der Partnerstadt Mersin und dem Zentrum Altenberg

Karl und Franz Moor sind zwei ungleiche Brüder: während Karl beliebt, Günstling seines Vaters und Alleinerbe ist, fühlt sich Franz benachteiligt. Durch fingierte Briefe gelingt es Franz, Karl beim Vater auszustechen. Daraufhin lässt sich Karl von einer Gruppe von Outlaws zu ihrem Hauptmann machen. Sie führen ein Leben am Rande der Gesellschaft und rebellieren gegen ein System, das sie diskriminiert und ihnen keine Entfaltungsmöglichkeit bietet.

Vor 230 Jahren schrieb Friedrich Schiller „Die Räuber“, doch die gesellschaftliche Brisanz des Stoffes ist bis heute aktuell. Hohe Jugendarbeitslosigkeit, die verstärkt Jugendliche aus Migranten-Familien trifft, schafft ein soziales Klima, in dem viele Jugendliche nur Gewalt und Verbrechen als Lebensmöglichkeit sehen.

In dem Theaterprojekt „Die Räuber. Featuring Schiller“ erarbeiten Ensemblemitglieder zusammen mit Jugendlichen aus deutschen und Migranten-Familien eine Aufführung von Schillers Sturm-und-Drang-Drama „Die Räuber“. Vor allem Jugendliche aus türkisch-stämmigen Familien sind bei diesem interkulturellen Projekt angesprochen. Ihre Familien leben oft seit mehreren Generationen in Deutschland. Doch der Zugang zur Kultur, zum Theater ist oft nicht leicht. Um Hemmschwellen abzubauen bietet das Theater Oberhausen mit seinem Projekt Jugendlichen die Möglichkeit, bei einer Schiller-Inszenierung mitzuwirken und damit das Theater als eine einzigartige Erlebnismöglichkeit kennen zu lernen.

Im Zuge der Inszenierung startete ein Filmprojekt mit der Oberhausener Partnerstadt Mersin in der Türkei. Jugendliche aus Mersin wurden in einem Videoclip über Themen aus Schillers „Die Räuber“ befragt. Diese Videos werden zu Beginn der Aufführung gezeigt.

Inszenierung: Harald Demmer

Ausstattung: Oliver Kostecka

Musik: Dennis Scheider (Muff Potter)

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Herausgeber des Beitrags: theaterkompass.de

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