Doch was ist das wirklich: Liebe – was ist ihr wahres Wesen? Bedeutet Liebe, den anderen zu sehen und zu bestätigen, wie er wirklich ist, ihn zu »erkennen«? Ihn zu erreichen, in seiner individuellen Gesamtheit? Nicht nur für ihn, auch mit ihm zu fühlen mit jeder Faser des eigenen Seins? Kann man Liebe erringen, erzeugen, größer oder kleiner machen, festhalten, aushalten? Und hält sie aus, was wir »das Leben« nennen? Zu lieben ohne die letzte Sicherheit, ebenso geliebt zu werden; geliebt zu werden, ohne in gleicher Weise wiederzulieben – wie schmerzhaft kann das sein? Wodurch beglaubigt sich Liebe, da sie nicht sprechbar und kaum in ihrer ganzen Größe und Tiefe und Wahrheit darstellbar ist? Zu welchen paradoxen Handlungen ist in der Lage, wer liebt?
Für fünf Menschen brechen diese Fragen auf, als das Mädchen Claire in einer tiefen verliebten Abwesenheit einen Autounfall erleidet; als der fremde Unfallfahrer ihren Vater aufsucht, um dessen Verzeihung zu erbitten; als der Fremde schließlich Asyl in der Familie bekommt und mit einem unheimlichen Gespür für unerfüllte Sehnsüchte und unausgesprochene Begehren das Gefühlsgefüge seiner Gastgeber auseinandertreibt – bis das Familienoberhaupt sich ihm entgegenstellt …
»Weiß wie das Licht« erhielt 2008 die besondere Empfehlung der Expertenjury »New Canadian Drama« in Berlin.
Deutsch von Barbara Christ
Regie
› Marc Lunghuß
Bühne
› Tobias Schunck
Kostüme
› Grit Groß
Mitwirkende
› Nele Jung
› Christoph Hohmann
› Philipp Mauritz
› Katrin Heller
› Florian Schmidtke
Vorstellungen
* 28. November ’09 › 19.30 Uhr
* 13. Dezember ’09 › 19.30 Uhr
* 26. Dezember ’09 › 19.30 Uhr

