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Deutsche Erstaufführung in Tübingen: MINDLFINGER GOLDQUELL oder WIR SCHEISSEN AUF DIE ORDNUNG DER WELT

26.04.2007

von Christoph Nußbaumeder,

Premiere am Freitag, den 4. Mai 2007 um 20 Uhr im Großen Saal des Landestheaters.

Mindlfinger Goldquell ist "ein Weltereignis von einer Heilquelle". Und da Trinkwasser das Erdöl der nächsten Generation sein wird, plant Dr. Glas, Vorstandsvorsitzender der Mindlfinger Goldquell AG, zu expandieren.

Doch dazu braucht er die Einwilligung der 70-jährigen Anna Durstlwitz, der das Grundstück samt neu zu erschließender Heilwasser verdächtiger Quelle gehört. Und die weigert sich - um jeden Preis - strikt, zu verkaufen. Sei es aus Altersstarrsinn, Alzheimer im fortgeschrittenen Stadium oder einfach nur aus klarsichtiger Menschenkenntnis. Statt ihren Lebensabend als Millionärin zu genießen, zieht sie es vor, durch den Getränkemarkt ihres Sohnes Robert Durstlwitz zu streifen, kryptische Lebensweisheiten und "extrem exkrementische" Spuren zu hinterlassen...

Während sich die Elterngeneration in immer abstruseren Geschäften und Liebesabenteuern verstrickt, übernehmen ihre Kinder insgeheim das Ruder: Bei einem letzten Walzer mit ihrem Enkel Roland kommt Anna ums Leben. Doch ihr Tod bleibt unentdeckt. Da - die zunächst von Robert verschmähte Tanzpartnerin - Lena in Annas Kleider und Toupet schlüpft und für alle Beteiligten absolut glaubhaft die Alte gibt. Sie verkauft das Grundstück samt Heilwasser, das in Wahrheit nur schlichtes Quellwasser ist. Doch bevor sich Robert und Lena mit dem Geld absetzen können, decken sie die menschlichen und geschäftlichen Schweinereien der Eltern auf. Zwischen Leichenbergen und Getränkekästen häufen sich die Skandale. Einen nach dem anderen bringen die beiden um die Ecke, bis eine heilsame Explosion ihnen zu Hilfe kommt und der gesamte Konzern in die Luft fliegt...

Regie: Clemens Bechtel / Bühne: Till Kuhnert / Kostüme: Vesna Hiltmann

Mit: Wenzel Banneyer, Katja Bramm, Bertha Huber, Daniela Keckeis, Gunnar Kolb, Johannes Lehmann, Marius Marx, Udo Rau, Leif Stawski

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Herausgeber des Beitrags: theaterkompass.de

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