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"Der zerbrochne Krug" von Kleist in Stendal

Mit der Premiere von „Der zerbrochne Krug“ am 13. September 2008 um 19.30 Uhr im Großen Haus des Theaters der Altmark beginnt die „echte“ Spielzeit echt komisch. Spätestens seit TV-Serien wie „Richterin Barbara Salesch“ weiß jeder: Prozessen schaut man nicht nur gern zu, sie können durch peinliche Auftritte von Angeklagten und Zeugen auch schnell zur Komödie werden.

Mit mehr Stil und vor allem viel eher als das Fernsehen hat auch Heinrich von Kleist ein Gerichtsverfahren bühnenreif gemacht. Der peinliche Auftritt ist hierbei der des Richters selbst. Adam (Burkhard Forstreuter) ist in der Verlegenheit, ein Verfahren zu führen, in dem er selbst der Schuldige ist. Er brach betrunken in das Zimmer der blutjungen Eve (Jana Gwosdek) ein, um eine Liebesnacht mit ihr zu verbringen. Deren Verlobter vertrieb den alten Mann, doch auf der Flucht zerbrach ein Krug. Nun klagt Eves Mutter (Monika Barth) gegen Unbekannt.

Da heißt es für Dorfrichter Adam lügen und erpressen, um seine Schuld zu vertuschen und seine Ehre zu bewahren. Wenn da nicht Gerichtsrat Walter (Reinhard Riecke) wäre, der misstrauisch den Prozess überwacht! Adam verstrickt sich mit dem Verlauf der Verhandlung immer mehr in peinliche Ausreden und fragwürdige Anschuldigungen.

Karten für das Spektakel gibt es telefonisch unter: (03931) 635 777.

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