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"Der Hässliche" von Marius von Mayenburg im Bayerischen Staatsschauspiel München

14.03.2007

Premiere 22. März 2007, 20.00 Uhr im Marstall.

Lette ist hässlich, unsagbar hässlich. Das hat niemanden gestört, solange er still an einem Patent für Steckverbindungen gebastelt hat.

 Doch nach einer Aufsehen erregenden Erfindung stellt sich die Frage, wer das sensationelle Produkt an den Kunden bringen soll: jedenfalls nicht jemand mit einem solchen Gesicht. Lette nimmt die Herausforderung an und lässt sich ein neues Aussehen erfinden, um seine Benachteiligung durch die Natur zu korrigieren. Bald ist Gerechtigkeit hergestellt, doch stößt die sich, konsequent zu Ende gedacht, mit gewissen Voraussetzungen moderner Gesellschaften. Denn bin ich noch ich selbst, wenn ich aussehe wie ein anderer? Was bleibt übrig von den berühmten „inneren Werten“, wenn sie nicht durch äußere beglaubigt sind? Ist die Individualität, um die sich alle so bemühen, nicht in Wirklichkeit etwas ganz Lästiges und ein großes Hindernis auf dem Weg zum Glück? Die Komödie tanzt, offensiv an der Oberfläche geführt, um den Schönheitskult und immer tiefer in den Irrsinn hinein.

Marius von Mayenburg wurde 1972 in München geboren. Seit 1999 Hausautor und Dramaturg an der Schaubühne Berlin. Seine Stücke „Feuergesicht“, „Parasiten“, „Haarmann“, „Das kalte Kind“, „Eldorado“, „Turista“ u.a. sind in zahlreiche Sprachen übersetzt worden und werden weltweit inszeniert. Marius von Mayenburg wurde mit dem Kleist-Förderpreis für junge Dramatik und mit dem Preis der Frankfurter Autorenstiftung ausgezeichnet.

Es spielen Marina Galic, Jens Harzer, Jan-Peter Kampwirth und Thomas Loibl

Regie  Britta Schreiber, Bühne  Halina Kratochwil, Kostüme  Julia Rogge

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Herausgeber des Beitrags: theaterkompass.de

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