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"Der Auftrag - Erinnerung an eine Revolution" von Heiner Müller im Deutschen Schauspielhaus in Hamburg

Premiere am Sonntag, 11. Januar, 20 Uhr / Malersaal

Es ist an der Zeit, an diesen Text Heiner Müllers zu erinnern, des wichtigsten deutschen Autors in der Nachfolge Brechts.

Wo Müller noch die schwärende Wunde der gescheiterten Utopie als Schmerz beschreibt, hatten wir es uns in der fröhlichen Apokalypse heiterer Globalisierung bereits gemütlich eingerichtet und erleben gerade ein unsanftes Erwachen.

Der Autor erzählt die Geschichte eines gescheiterten Umbruchversuchs vom Ende her. Der Arzt Debuisson wird während der französischen Revolution vom Konvent beauftragt, einen Sklavenaufstand in Jamaika zu entfachen. Zusammen mit dem Bauern Galloudec und dem geflohenen Sklaven Sasportas nimmt er den Auftrag an. Doch der Aufstand scheitert, als Debuisson vom Machtantritt Napoleons und dem Ende der französischen Revolution erfährt - er wird zum Verräter, weil er die Mission für hinfällig hält und von jetzt an seinen Reichtum genießen will. Opfer sind die anderen.

Der junge französische Regisseur Sylvain Creuzevault, der sich seit einigen Jahren mit deutschen Dramatikern auseinandersetzt, inszeniert das Revolutionsstück mit den Schauspielern Marco Albrecht, Katja Danowski, Tim Grobe, Ute Hannig, Stefan Haschke, Felix Kramer und Hanns Jörg Krumpholz.

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