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CRUSOE - Ein Projekt nach Motiven von Daniel Defoe (1719/ 2013) im Oldenburgischen Staatstheater

Premiere Fr 18. Januar um 20 Uhr in der Exerzierhalle. -----

Was unterscheidet den Menschen vom Tier? Das Lachen, das Rauchen... und vor allem: die Arbeit. Seit der Vertreibung aus dem Paradies verdienen wir unser Brot im Schweiße unseres Angesichtes. Eine Wahl haben wir nicht. Denn so, wie wir die Welt vorfinden, können wir sie nicht bewohnen.

Darum müssen wir sie bearbeiten. Von Südseeromantik kann also zunächst überhaupt keine Rede sein, wenn Robinson Crusoe allein auf ›seiner‹ Insel aufwacht: Da heißt es erst einmal: Mensch gegen Natur! Doch wo es keinen Halt mehr gibt, ist Haltung die einzige Möglichkeit und so macht sich Daniel Defoes Romanheld daran, die alte Welt aus ihren Ursprüngen heraus zu reproduzieren. Und das gelingt ihm auch ziemlich gut: Menschheitsgeschichte im Ein-Mann-Betrieb.

Zusammen mit den Schauspielern Denis Larisch und Sebastian Hermann widmen sich die junge Regisseurin Julia Hölscher und ihr Team dem großen Mythos ›Crusoe‹. Bekannt für ihre sinnlichen, atmosphärisch intensiven Inszenierungen und eine spielerisch poetische Körpersprache entwickeln sie nach Motiven von Daniel Defoes Weltroman ihre ganz eigene Robinsonade. Julia Hölscher fängt ihr Publikum nicht mit modernen Medien ein, nicht mit Rock, Pop und Video. Sie zeigt nicht Realismus, meint aber stets die Realität.

Regie: Julia Hölscher; Regie-Mitarbeit: Martin Hammer; Ausstattung: Susanne Scheerer;

Musik: Arno Waschke; Dramaturgie: Jörg Vorhaben

Mit: Sebastian Hermann, Denis Larisch

Weitere Vorstellungen: Do 24., Sa 26. Januar; Fr 1., Sa 2., Sa 9., Do 14. Februar

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