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Burgtheater Wien, Deutschsprachige Erstaufführung: "Extrem teures Gift" von Lucy Prebble

Premiere 10. Dezember 2022, 19.30 Uhr, Kasino

Im November 2006 wurde der russische Dissident und ehemalige FSB-Offizier Alexander Litwinenko in London vergiftet. Weniger als einen Monat später starb er. Litwinenko war zu diesem Zeitpunkt britischer Staatsbürger. Die Todesursache: Polonium – eine seltene, tödliche und hochradioaktive Substanz. In seinem 2017 publizierten Report zeichnet der

Guardian-Journalist Luke Harding die Geschichte dieses politischen Attentats im Herzen Europas nach. Er zeigt, wie der Mord an Litwinenko die Morde an anderen Kreml-Kritikern*innen vorwegnahm und wie jene Kette von Korruption und Tod direkt zu Wladimir Putin führt. Die Chronik eines präzise orchestrierten Aufstiegs an die Macht.

 

Die britische Dramatikerin und Drehbuchautorin Lucy Prebble ist bekannt für ihre Bearbeitungen von Schlüsselereignissen der jüngeren Wirtschafts- und Politgeschichte. Im Stück Enron brachte sie den globalen Finanzkollaps effektvoll auf die Bühne. Ihre TV-Serie Succession orientiert sich am Leben des Medienmoguls Rupert Murdoch. Extrem teures Gift ist Politthriller, skurrile Farce und präzise dokumentarische Spurensuche zugleich.

Darüber hinaus zeichnet Prebble ein sensibles Portrait des leidgeprüften Paares Alexander Litwinenko und dessen Frau Marina, die vergeblich versucht, die Mörder ihres Mannes zur Rechenschaft zu ziehen.

Marina Litwinenko Sophie von Kessel
Alexander Litwinenko Daniel Jesch
Wladimir Putin Dietmar König
Inspektor Hyatt Maximilian Pulst
Ben Emmerson / Sergei / DS Hoar / Tim Wolfram Rupperti
Andrei Lugowoi Tim Werths
Dmitri Kowtun / Kamischnikow Johannes Zirner
Boris Beresowski / Walter / Martin Johannes Terne
Anatoli / Galina / Ljuba / Mario Scaramella Laura Dittmann*
*Studierende des Max Reinhardt Seminar

Regie: Rikki Henry
Bühne und Kostüme: Emma Bailey
Komposition: Max Perryment
Choreographie: Gail Skrela
Dramaturgie: Christina Schlögl

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