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Brechtfestival Augsburg 2024 - „No Future“

vom 23. Februar bis 3. März 2024

„Ändere die Welt, sie braucht es“, lautet ein vielzitierter Satz des in Augsburg geborenen Dichters und Theatermannes Bertolt Brecht. Aber wie veränderbar ist die Welt eigentlich noch? Kann man den unheilsamen Lauf der Geschichte aufhalten? Wo die Geschichtsphilosophie kapituliert, übernehmen im Brechtfestival Sport, Science-Fiction und Post-Punk. Aus dem „No Future“ der Punks wird die Bejahung einer neuen Zeit.

Copyright: Grete Stern, circa 1933

Das Brechtfestival unter der Leitung von Julian Warner stellt zehn Tage lang einen künstlerischen Raum zur Verfügung, um Möglichkeiten und Grenzen des Fortschritts zu erproben, neue Sichtweisen und unbekannte Haltungen zu versuchen, zu verwerfen, einzuüben. Das Festival ist ein vielseitiges Training, das sich der drohenden Zukunftslosigkeit mit allen Mitteln stellt, die Kunst, Sport und Pop zu bieten haben. Mit dem Theater Moda Sahnesi (Istanbul) und Texten von İlhan Sami Çomak, der Philosophin Eva von Redecker, dem Erfinder des Ethio-Jazz Mulatu Astatke (Äthiopien), der Straßentischtennis-Community TT Arena Augsburg, der russischen Regisseurin und Residentin im Brechthaus Anastasia Patlay, dem Kulturwissenschaftler Diedrich Diederichsen, dem Skateboard Verein „Razed“, dem türkischen Journalisten Can Dündar, Irina Scherbakowa, Gründungsmitglied der Menschenrechtsorganisation Memorial, die 2022 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet wurde. Mit der Autorin Şeyda Kurt, der Münchner Band Friends of Gas, der Regisseurin und Choreografin Thais Di Marco und der queeren, brasilianischen Clubnacht Bixaria, mit Helgard Haug und Rimini Protokoll, mit moderner Science-Fiction, Stadionpoesie, Boxen, Rugby und Yoga, mit Türkisch-Bayerischer Folklore und Post-Punk.
 
Das Brechtfestival verbindet ein internationales Theaterprogramm, spannende Kunstformate, Gespräche, Lesungen, Performances, Konzerte, Filme und Clubnächte, renommierte Ensembles, Künstlerinnen und Künstlern mit lokalen Communities, Vereinen und Kultur-Akteuren. Dank der Kooperation mit dem Staatstheater Augsburg sind erstmals mehrere Theateraufführungen in vier Sprachen erlebbar – Bühnensprachen, Übertitel oder Übersetzungen per Handy-App gibt es in Deutsch, Englisch, Russisch und Türkisch. Im Programmheft ergänzen Zitate von beteiligten „Brecht’s People“, Fachtexte, Essays und Interviews die Informationen zum Festival.

Mit Helgard Haug (Rimini Protokoll), Theater Hora, Eva v. Redecker, Mulatu Astatke, Irina Scherbakowa, Can Dündar, Diedrich Diederichsen u. a.                                              

§  Festivaleröffnung mit Bertolt Brechts: „Mutter Courage und ihre Kinder“ am Staatstheater Augsburg
§  Eröffnung „Brechts Kraftklub“ mit großem Turnfest am 24.02.
§  Verbindung von Brecht, Science-Fiction und Post Punk
§  Stadtviertel Augsburg-Oberhausen im Mittelpunkt
§  „Memoria“: Augsburger Exilfassung in der Regie von Anastasia Patlay
§  Internationale Gastspiele und Lesungen
§  Uraufführungen der lokalen Theaterszene und Community-Beiträge

Alle Infos: brechtfestival.de

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