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Berliner Ensemble: Vergessene und verbotene Theaterstücke der DDR - DER MÜLLER VON SANSSOUCI von Peter Hacks

07.01.2016

DDR-Dramatik 29: Lesung Freitag, den 15. Januar 2016, um 20.00 Uhr, in das Gartenhaus des BE. -----

Die Historische Mühle von Sanssouci stand in der Nähe des Potsdamer Schlosses. Um sie rankt sich die Legende vom Müller von Sanssouci, dessen Mühlenklappern König Friedrich II. störte und zu einem Rechtsstreit führte, den der Müller - dank der „aufgeklärten preußischen Gerichtsbarkeit“ - für sichentscheiden konnte.

„Der Müller von Sanssouci“ findet sich seit Johann Peter Hebels „Schatzkästlein“ (1811) immer wieder in der Literatur, wurde verfilmt und, wie Peter Hacks’ Lustspiel, mehrmals auf die Bühne gebracht.

Hacks, der in Westdeutschland lebte, spielte in den 1950er Jahren mit dem Gedanken, in die DDR überzusiedeln. Er fragte unter anderem auch bei Bertolt Brecht an, ob dies ratsam sei. Brecht riet ihm weder zu noch ab, nahm ihn aber, als Hacks seinen Plan wahr machte, kurzzeitig ins Berliner Ensemble auf. Später gab ihm Brecht die Anregung, die Legende vom Müller von Sanssouci zum Plot eines Theaterstückes zu machen. Die Uraufführung fand 1958 im Deutschen Theater unter der Regie von Wolfgang Langhoff statt.

Es lesen: Anke Engelsmann, Nadine Kiesewalter; Joachim Nimtz, Thomas Wittmann, Martin Schneider, Uli Pleßmann,

Georgios Tsivanoglou, Veit Schubert, Raphael Dwinger, Roman Kaminski, Felix Tittel, Thomas Wittmann

Leitung: Manfred Karge, Hermann Wündrich

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Herausgeber des Beitrags: theaterkompass.de

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