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BERLINER ENSEMBLE, VERGESSENE UND VERBOTENE THEATERSTÜCKE DER DDR. DDR-Dramatik 31: DAS SCHNECKENHAUS von Lothar Walsdorf

16.03.2016

Lesung am Samstag, 19. März 2016, um 20.00 Uhr, Gartenhaus des BE. -----

In dem als Tagebuch angelegten Monolog Das Schneckenhaus, der in der Zeit um die politische Wende von 1989 angesiedelt ist, schildert der Dichter schonungslos die Persönlichkeitskrise einer Frau, für die, angesichts einer als hoffnungslos empfundenen Weltlage, angesichts eigener Unfähigkeit, den unbefriedigenden Alltag zu bewältigen, das Leben keinen Sinn mehr hat.

Lothar Walsdorf starb 2004 im Alter von nur 52 Jahren. Er wuchs hauptsächlich in Kinderheimen auf, da seine alleinerziehende Mutter ebenfalls früh starb. Um schreiben zu können, arbeitete Walsdorf dann

später in verschiedenen Gelegenheitsjobs als Beifahrer, Museumsarbeiter, Fensterputzer, Restaurator,

Wasseruhrenableser. Als Franz Fühmann auf ihn aufmerksam wurde, bekam er Kontakt zum Aufbau-Verlag, der die Herausgabe seines ersten Lyrikbands Der Wind ist auch ein Haus im Jahre 1981 ermöglichte. Dem folgten weitere Veröffentlichungen von Gedichten, Erzählungen und Hörspielen. 2004 ist Lothar Walsdorf unter noch ungeklärten Umständen gestorben. Er hinterließ ein literarisches Werk, das noch auf seine Entdeckung wartet.

Es lesen: Antonia Bill, Claudia Burckhardt, Laura Tratnik

Leitung: Manfred Karge, Hermann Wündrich

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Herausgeber des Beitrags: theaterkompass.de

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