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"Berlin Alexanderplatz", nach dem Roman von Alfred Döblin, Theater Basel

Die Geschichte vom Franz Biberkopf

Premiere am 29. November 2008, 20.00 Uhr — Grosse Bühne

Franz Biberkopf hat seine Braut Ida erschlagen, vier Jahre im Gefängnis gesessen. Jetzt ist er wieder unterwegs, will ein neuer Mensch werden und anständig bleiben.

Zwischen Nestbau in wechselnden Paarbeziehungen, vagen Gelegenheitsjobs als Strassenverkäufer und fragwürdigen Bekanntschaften unternimmt er den Versuch einer ordentlichen Existenzgründung und Sozialisation. Vergeblich versucht er sich aus Politik, Prostitution und Kriminalität rauszuhalten, den riskanten Glücksverheissungen des Prekariats. Dabei hält er den härtesten Versuchungen stand: Alkohol, Verrat und Betrug. Er überwindet die schlimmsten Rückschläge. Sogar seinen rechten Arm muss er dafür opfern. Bevor sich endlich ein Glück auftut: seine Mieze.

In seinem Grossstadtroman nahm Alfred Döblin Anfang 1929 die postmodern

verunsicherte Existenz vorweg. Gegen die einfache Fabel von Franz Biberkopf

montiert Döblin alle möglichen kulturellen Bezugssysteme: Nachrichtenticker, Natur, physikalische Formeln, politische Prozesse, biblische Figuren. Unter permanentem Bombardement wird die Wirklichkeit unendlich aufgebrochen und zerfliesst in einem gewaltigen Bewusstseinsstrom, dem Kosmos des Franz Biberkopf.

Mit seinen Stadtprojekten setzte Peter Kastenmüller an den Münchner

Kammerspielen wichtige Impulse. Immer wieder hat er sich auch mit Romanen

auseinandergesetzt: u.a. mit«Solaris», «Lolita», «Der Prozess», u.a. am

Staatstheater Kassel, am schauspielfrankfurt, am schauspielhannover.

Inszenierung: Peter Kastenmüller

Bühne: Michael Graessner

Kostüme: Daniela Selig

Musik: Malte Preuss

Video: Stefan Bischof

Dramaturgie: Martina Grohmann

Mit: Urs Bihler, Carina Braunschmidt, Martin Engler, Pascal Lalo, Chantal Le Moign, Vincent Leittersdorf, Barbara Lotzmann, Ingolf Müller-Beck, Michael Neuenschwander, Linda Olsansky, Mira Partecke

Weitere Termine: Di 2.12., Do 4.12., Fr. 12.12., jeweils um 20.00 Uhr

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