Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
"Antigone" nach Sophokles - Theater Halle"Antigone" nach Sophokles - Theater Halle"Antigone" nach...

"Antigone" nach Sophokles - Theater Halle

Premiere des Thalia Theaters Halle am 9. April 2014 um 20.00 Uhr im Puppentheater. -----

 

In Theben ist ein grausamer Krieg zu Ende gegangen. Eteokles und Polyneikes, Söhne aus Ödipus‘ verfluchter Ehe mit seiner Mutter Iokaste, haben sich im Kampf um die Macht gegenseitig umgebracht.

Der neue Herrscher Kreon lässt Eteokles prunkvoll beerdigen. Doch in Polyneikes vermutet er einen Staatsfeind, er verbietet dessen Beerdigung und lässt ihn als Fraß für Hunde und Vögel vor der Stadt liegen. Antigone, Schwester der toten Brüder, findet sich damit nicht ab, sie will Polyneikes beerdigen, um jeden Preis. Es kommt zur Eskalation zwischen Antigone und Kreon. Weiblicher Ungehorsam stößt auf den Egoismus der Macht, familiäres, göttliches Recht streitet gegen den Staatsbefehl. Das alles geschieht unter den Augen einer Gesellschaft, die immer alarmbereit ist, gierig nach neuestem medialen Material und zu feige, Stellung zu beziehen.

 

Kaum ein antiker Mythos erscheint uns heute frischer, aktueller und kontroverser als die „Antigone“ des Sophokles, geschrieben wahrscheinlich 442 v.Chr. Die Berliner Regisseurin Heike Frank, die 2010 mit der gefeierten nt-Studio Inszenierung „DNA“ von sich reden machte, kommt an das Thalia Theater Halle, um den berühmten Stoff in Szene zu setzen.

 

Inszenierung: Heike Frank,

Bühne und Kostüme: Ralph Zeger,

Musik: Sebastian Herzfeld,

Video: Conny Klar

 

Mit: Louise Nowitzki (Antigone), Natascha Mamier (Ismene / Teiresias / Eurydike), Enrico Petters (Kreon), Justus Verdenhalven (Wächter / Haimon), Jörg Kunze (Chor 1), André Hinderlich (Chor 2)

 

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 8 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

Die ganze Wahrheit? -- „True Crime“ - Andrey Kaydanovskiy | Hege Haagenrud | Demis Volpi in der Deutschen Oper am Rhein

Drei tänzerische Perspektiven zu Wahrheit und Fiktion: Andrey Kaydanovskiy „Chalk“, Hege Haagenrud „The Bystanders“, Demis Volpi „Non-Fiction Études“  

Von: Dagmar Kurtz

SZENEN OHNE ILLUSIONEN -- "Tosca" von Giacomo Puccini in der Staatsoper Stuttgart

Kann Kunst unsere Wirklichkeit beeinflussen? Diese Frage steht als zentrales Thema im Zentrum der Inszenierung von Willy Decker, dessen Figuren sich in Puccinis "Tosca" in einem schwarzen Kasten…

Von: ALEXANDER WALTHER

RETTET DIE FRAUEN! -- Premiere "Zertretung" von Lydia Haider im Schauspiel Nord STUTTGART

Die 1985 in Oberösterreich geborene Lydia Haider hat hier einen radikalen Text vorgelegt, der zuweilen an Rainald Goetz erinnert. Die zentrale Frage lautet: Wie geht man mit einem System um, das…

Von: ALEXANDER WALTHER

ATEMLOSE HÖHENFLÜGE -- SWR Symphonieorchester mit Busoni und Sibelius im Beethovensaal der Liederhalle/STUTTGART

Zwei unterschiedliche Zeitgenossen standen diesmal im Zentrum: Jean Sibelius und Ferrucio Busoni. Immerhin weiß man, dass beide in Helsinki Schumanns Klavierquintett in Es-Dur gemeinsam musizierten.…

Von: ALEXANDER WALTHER

GIGANTISCHER SCHWARZER KEIL -- "Don Carlos" in der Staatsoper Stuttgart

In der Regie von Lotte de Beer steht das Thema Macht ganz im Zentrum des Geschehens. Ein gigantischer schwarzer Keil dreht sich immer wieder in geheimnisvoller Weise auf der von Christof Hetzer…

Von: ALEXANDER WALTHER

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑