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ALLES AUF ANFANG. DIE GENERATION ’89 im schauspielhannover

04.04.2007

Eine biografische Recherche am theater magdeburg und schauspielhannover am 12. April um 20 Uhr im Ballhof eins.

Für eine ganze Generation junger Menschen in Deutschland fiel die Zeit der biografischen Weichenstellungen mit der politischen Wende von 1989 zusammen.

Die damals 15- bis 25-Jährigen hatten die seltene Gelegenheit,

einen historischen Augenblick zu erleben, in dem die Utopie machbar schien.

Der Um-bruch hat die Biografien der „Generation ’89“ geprägt. Doch die

besonderen Erfahrungen dieser Genera-tion sind in der öffentlichen

Aufmerksamkeit kaum präsent.

Jetzt sollen sie in einem eigens geschaffenen Bühnenabend zur Sprache

kommen. Der Regisseur Andreas Kebelmann hat sich mit seinem Team auf die Spurensuche in Ost und West begeben. Im ostdeut-schen Magdeburg und im westdeutschen Hannover hat er die heute 30- bis 40-Jährigen nach ihren

Le-benswegen befragt. Sie schilderten in ausführlichen Interviews persönliche Erlebnisse und Erfahrungen zu zentralen Themen wie Gesellschaft und Politik, Herkunft und Heimat, Sicherheit und Terror und ihre individuelle Wahrnehmung wichtiger historischer Ereignisse wie des Mauerfalls oder der Anschläge vom 11. September. Die Erzählungen wurden per Video dokumentiert. Sie sind die Startpunkte für den Theaterabend „Alles auf Anfang“.

Sechs der Gesprächspartner versammeln sich in „Alles auf Anfang“ mit ihren

persönlichen Geschichten auf der Bühne. Je drei Menschen aus Ost und West –

eine Sekretärin, ein Mediengestalter, eine Erziehe-rin, eine Redakteurin,

eine Theaterpädagogin und eine Künstlerin – erzählen gemeinsam ihre Leben.

Sie präsentieren ihre Heimatstädte, zentrale Orte, Geheimplätze oder

Lieblingsstellen. Und sie entwerfen Modelle für die Zukunft. Wie könnte es

weitergehen mit ihren Städten? Wie hätten sich die einzelnen Biographie

unter anderen Umständen entwickeln können? Wie könnte unsere Gesellschaft in hundert Jahren aussehen? Aus Holz- und Pappresten, alten Fotos, Ton und

Plastikfiguren entstehen kleine und große Modelle, die diesen Zukunftsvisionen eine sinnliche Form geben. Über großformatige

Videoprojektionen, die passenden Geschichten und Musik werden die Modelle

zum Leben erweckt und vereinen sich zu einer großen Utopie-Landschaft. Denn

vielleicht ist ja die „Generation ’89“ durch ihr besonderes Erleben auch in

besonderer Weise befähigt, Zukunft zu entwerfen?

Ein gemeinsames Projekt von Andreas Kebelmann (Künstlerische Leitung),

Muriel Nestler (Ausstattung), Anja Mayer (Video), Peter Göhler (Ton), Esther

Holland-Merten/Miriam Reimers (Dramaturgie), Tina Pfurr

(Produktionsassistenz).

Eine Kooperation zwischen theater magdeburg, schauspielhannover und der

Bundeszentrale für politische Bildung.

Mit: Christina Altmeyer (H) , Christian Gramm (MD), Andrea Hormann (H),

Sabine Kesler (MD), Sylwia Jankowski (H), Janine Wohlfahrt (MD)

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Herausgeber des Beitrags: theaterkompass.de

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